„Stress kann in Burn-out oder Depression münden“

Kristina Schlecht - Diplompsychologin aus Berlin

Von Filiz Keküllüoglu

Die Diplompsychologin Kristina Schlecht entwickelt Coachings zur Stressreduktion. Sie erklärt, wie Stress entsteht und wie man damit umgehen kann. Wenn man sich zu sehr belastet und die Signale des Körpers nicht wahrnimmt, kann der Übergang zu einem Burn-out oder einer Depression fließend erfolgen.

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Wie entsteht Stress?

Einige Situationen können jeden von uns beanspruchen. Man wird bestimmten Anforderungen nicht gerecht – seien es berufliche oder private, informationelle oder emotionale. Die ständige Anpassung an wechselnde Rollen kann uns ebenfalls überlasten. Dabei geht es nicht um objektiv belastende Ereignisse, sondern vielmehr um die eigene Reaktion darauf. Den einen belastet beispielsweise ein Auftritt vor einem Publikum stark, den anderen lässt es kalt. Dafür ist es hilfreich, das eigene Stressmuster zu kennen und solche Situationen für sich zu erkennen.

 

Was sind die Symptome von Stress?

Stress äußert sich sehr individuell. Dabei muss man zwischen akutem und chronischem Stress unterscheiden. In einer akuten Situation spüren wir Herzrasen, der Mund wird trocken; wir schwitzen oder verspüren Magenschmerzen. Hormone spielen einfach verrückt. Wenn Stress in eine chronische Phase übergeht, kann er sich als starke Müdigkeit, Rückenschmerzen oder Kopfschmerzen äußern.

 

Welche Folgen hat Stress?

Auch hier ist die Unterscheidung sehr wichtig. Akuter Stress kann sehr anregend und motivierend wirken, etwas in Angriff zu nehmen. Es ist evolutionär bedingt: In einer bedrohlichen Situation (oder Stress) wird Adrenalin und Noradrenalin ausgeschüttet, der uns zum Handeln anregt. Oder wer kennt den Flow nicht? Man fühlt sich energiegeladen und kann so vieles schnell anpacken, was unter stressfreien Umständen nicht so gut klappt. Doch zu viel Stress kann zu chronischen Reaktionen führen, wie Erschöpfung und Lustlosigkeit. Schließlich kann chronischer Stress in Burn-out und Depression münden.

Auch auf der physiologischen Ebene wirkt sich chronischer Stress sehr negativ aus. Studien haben ergeben, dass die durch Stress entstandene Energie nicht abgebaut und das Immunsystem geschwächt wird. Das kann sogar zu Krebs führen. Die Ungleichheiten im vegetativen Nervensystem begünstigen weiterhin Infarktrisiko und wirken negativ auf den Magen-Darm-Trakt aus.

 

Wie ist Stress von einer Depression zu unterscheiden?

Grob kann man eine Depression als eine Folge dauerhafter Beanspruchung sehen. Doch nicht bei allen kommt es zu einer Depression. Bei der Entstehung depressiver Symptome reicht der Stress allein selten aus. Eine gewisse Sensibilität oder Vulnerabilität im wissenschaftlichen Jargon muss gegeben sein. Menschen, die diese Sensibilität in sich haben, sind mehr gefährdet, eine Depression zu bekommen. Beispielsweise hat eine pessimistische Weltsicht in ruhigen Zeiten vielleicht einen gewissen Charme. Doch wenn nicht alles rund läuft, verschlimmert der Pessimismus die Situation und versperrt einem die Möglichkeit, die Situation zu bewältigen. Was diese ausmacht, ist sehr individuell, das auf erlernte Reaktionsmuster und Einstellungen zurückzuführen ist.

 

Laut einer Studie des Deutschen Gewerkschaftsbundes mit 4150 Beschäftigten ist nur jeder Siebte zufrieden mit seinem Job und ein Drittel bewertet seinen Arbeitsplatz sogar als „schlecht“. Welche Auswirkung hat die Unzufriedenheit mit dem Job auf das Wohlbefinden?

Unzufriedenheit mit dem Arbeitsplatz und den Arbeitsprozessen kann zusätzlichen Stress verursachen. Manche Autoren bezeichnen diese Art der Unzufriedenheit sogar als erstes Anzeichen des Burn-outs. Und ein Burn-out wirkt sich bekanntlich sehr negativ auf unser Befinden aus. Wir sollten mit dem Begriff natürlich sehr vorsichtig umgehen, denn nicht jede kritische Phase im Leben ist krankhaft. Erst wenn man eigene Bedürfnisse stark vernachlässigt und kaum zur Erholung kommt, idealistische Vorstellungen von dem eigenen Job hat und letztendlich enttäuscht wird, dann hat Burn-out ein leichtes Spiel.

 

Wie unterscheidet sich Stress zwischen Männern und Frauen? In welchen Situation sind die einen und in welchen die anderen eher gestresst?

Stresserleben ist höchst subjektiv. Doch man konnte feststellen, dass sich Frauen eher schneller für emotional erschöpft bezeichnen als Männer. Dabei distanzieren sich Männer schneller von ihrem sozialen Umfeld, wenn der Stress sie überwältigt. Solche Tendenzen kann man allerdings auch an durch die gewohnte Rollenverteilung erklären: Frauen dürfen Emotionen zeigen, aber sollten weiterhin sozial verträglich bleiben, wobei bei Männern das Umgekehrte akzeptiert wird.

 

Welche Methoden gibt es, um mit Stress umzugehen?

Ein verbreitetes und bewährtes Vorgehen bei Stressbewältigung ist der Ressourcen-Ansatz. Man geht davon aus, dass der Mensch alle Lösungen und Ressourcen für den Umgang mit unerwarteten, tragischen oder lästigen Ereignissen bereits hat. Diese müssen nur systematisch aktiviert werden.

Wenn der Stress im überschaubaren Umfang unser Leben beeinflusst, kann Selbsthilfe noch sehr nützlich sein. Dafür sollte man mit der Selbstbeobachtung anfangen und eigene Stresssituationen und Reaktionen erkennen. Dafür sind niedrigschwellige Interventionsmaßnahmen sehr geeignet. Ihr Vorteil ist, dass sie für alle zugänglich sind. Um diese in Angriff zu nehmen, müssen keine großen Hürden überwunden werden – wie es der Fall bei einer Psychotherapie sein kann. Zu den typischen niedrigschwelligen Interventionen gehören Ratgeber, Selbsthilfe-Bücher oder internetbasierte Programme.

Online-Programm, wie zum Beispiel der HausMed Coach Stressfrei, sind insbesondere hilfreich für Personen, die in sich noch den Antrieb verspüren, alleine mit ihrem Stress umgehen zu können. Oft reicht es für sie, dass sie genau auf ihre Bedürfnisse angepasste Informationen und Hinweise erhalten und Übungen ausprobieren, die ihr Potenzial zum Stressmanagement fördern. Die Grundlage eines gezielten Stressmanagements bildet eine umfassende Stress-Analyse. Internetbasierte Coaches können durch gezielte Übungen einem dabei helfen, Antworten auf folgende Fragen zu finden: Wo liegen die Ursachen meiner Belastung? Wie kann ich mit dieser Belastung umgehen bzw. sie überwinden?

Bei fortgeschrittenen Stress-Stadien sind niedrigschwellige Maßnahmen in der Regel nicht ausreichend. Oft ist es notwendig, Empfehlungen vom Arzt einzuholen oder einen Psychotherapeuten aufzusuchen. Bei Stress-Folgen wie Burn-out oder Depression ist bereits professionelle Hilfe erforderlich.

 

Weitere Infos:

Stressbewältigungsmaßnahmen: Coaching/Supervision oder Beratung in Lebenskrise
Selbsthilfe: Durch Online-Programme z.B. HausMed Coach Stressfrei
Literatur: “Stress im Beruf? Wenn schon, dann aber richtig!”
Psychotherapie: Therapeuten-Suche online: http://www.bptk.de/service/therapeutensuche.html

Ein Geschenk zum Ramadanfest für die Kleinen und Großen

Von Eren Güvercin

Der Freiburger Verleger Ahmad Milad Karimi hat vor kurzem den Salam Kinder- und Jugendbuchverlag gegründet. Schon innerhalb kurzer Zeit hat er wundervoll illustrierte und geschrieben Kinderbücher herausgebracht. Wie bei jedem Verlag kann er aber nur weiter solch tolle Arbeit leisten, wenn die Bücher auch verkauft werden.

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Wir befinden uns jetzt im Fastenmonat Ramadan, und es ist auch für die muslimischen Kinder eine besondere Zeit. Sie warten sehnsüchtig auf das Ramadanfest und die Geschenke, die sie von ihren Eltern, Bekannten und Verwandten bekommen werden. Süßigkeiten gibt es immer. Aber dieses Jahr sollte vielleicht jeder versuchen einem Kind in seinem Umfeld oder auch seinen eigenen Kindern neben Süßigkeiten ein Buch aus dem Salam Verlag zu schenken.

Man tut nicht nur etwas Gutes für das Kind, sondern sichert so auch die Arbeit des Salam Verlags.

Ganz besonders empfehle ich dabei Nadia Doukalis Kinderbuch “Muhammad, Prophet des Friedens”. Das Buch von Nadia Doukali wurde im Rahmen einer Ausschreibung vom Salam Verlag von einer nahmhaften Jury mit dem ersten Preis ausgezeichnet. In der Jury saßen neben dem Verleger Ahmad Milad Karimi, Prof. Bülent Ucar, Ayman Mazyek auch der bekannte Schriftsteller Feridun Zaimoglu.


InhaltMuhammad, Prophet des Friedens

Was weißt Du über den Propheten Muhammad? Wer war Muhammad? Wie hat er gelebt? Was war seine Botschaft? Wie wurde ihm der Koran offenbart? Diese und andere Fragen werden in diesem Buch spannend und liebevoll erklärt. Der kleine Schams mit seinen wilden Locken und seiner kindlichen Neugier erlebt Muhammad und lernt ihn zu lieben. Ein Buch mit wunderschönen Illustrationen und Kalligraphien, lustigen Tieren und starken Charakteren, die sehr viel Spaß machen und uns nahe bringen, warum Muhammad, Prophet des Friedens ist. Das Buch von Nadia Doukali wurde von einer prominenten Jury mit dem ersten Preis ausgezeichnet.

Nadia Doukali *1971 in Marrakesch. Sie ist Kinderbuchautorin und lebt mit ihren beiden Söhnen in Frankfurt am Main. Die gebürtige Marokkanerin pendelt zwischen der Mainmetropole und ihrer Heimatstadt, um sich Inspiration für ihre märchenhaften Bücher zu holen. Sie schreibt Geschichten für und über Kinder, die besonders sind und sich in ihren Geschichten wiederfinden.

Muhammad, Prophet des Friedens – von Nadia Doukali
ISBN 978-3-9
813943-6-6
€ 14,95

Erhältlich im Buchhandel oder unter Amazon.


HANNOVER: Tagung MigrantInnen im deutschen Gesundheitswesen am 02./03.09.2011

Die Tagung ‘Migrantinnen und Migranten im deutschen Gesundheitswesen’ findet am 02./03.09.2011 in der MHH statt.

Der Blick richtet sich auf Ärztinnen, Ärzte, Studierende, Mitarbeiter/innen in der Pflege und Patientinnen und Patienten. ‘Geschlecht’ wird als Querschnittskategorie mit den Themen Gesundheitswesen und Migration zusammengebracht.

Progamm als PDF zum Herunterladen hier.

Leichte Sommerkost – wie ein Zitronensorbet! Der Kinofilm ”Kusswechsel – Kein Vorspiel ohne Nachspiel“

Von Homeira Heidary

Eigentlich ist das Thema zur Genüge bedient: Frauen sind anders. Männer aber auch. Diese Komödie zeigt einmal mehr, dass es noch zahlreiche Varianten gibt, dieses Rätsel mit lustigen Geschichten zu beleben.

Vier italienische Paare zeigen in einem verflochtenen Wirrwarr, was so alles möglich ist. Dabei treffen sie die richtigen Töne, wohl überspitzt – aber mit einem Fünkchen Wahrheit.

Valentina (Francesca Inaudi) und Rocco (Salvatore Ficarra) sind auf den ersten Blick ein ungleiches Paar. Sie ist eine Grundschullehrerin, die sich einen erwachsenen Mann an ihrer Seite wünscht und nicht einen „Peter Pan“. Er arbeitet an derselben Grundschule als Hausmeister und tauscht mit den Schülern Sammelbilder von Fußballspielern und verbringt einen Großteil seiner Freizeit damit in einer Amateur-Band die Beatles zu imitieren. Dieser Lebenswandel findet wenig Anklang bei seiner Freundin. Rocco besteht darauf, dass es völlig legitim sei, selbst in seinem Alter solch ein Verhalten an den Tag zu legen. Soviel sei gesagt: Das Tauziehen zwischen den so verschiedenen Lebensanschauungen eignet sich hervorragend, um sich an den Unterschieden zwischen Mann und Frau auszutoben.

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Verstrickungen und andere Geheimnisse

Paola (Nancy Brilli) und Marcello (Claudio Bisio) sind nach langjähriger Ehe getrennt. Sie können sich jedoch nicht völlig voneinander lösen, obwohl Paola einen neuen Partner hat. Zum einen haben die beiden zwei gemeinsame Kinder und zum anderen spielen sie zweimal jährlich der Mutter von Marcello eine heile Welt vor. Das ganze Theater kommt der Familie unbewusst entgegen, denn die alte Liebe ist noch nicht passé. Sehr zur Freude der Schwiegermama.

Diana (Serena Autieri) und Michele (Valentino Picone) sind in einer ähnlich verzwickten Lage wie Valentina und Rocco. Michele ist auch Bandmitglied und leidenschaftlicher Beatles-Fan. Nach außen präsentiert er sich als wahrer Mann, zuhause ist er ein Duckmäuschen und spielt seiner Frau den hartarbeitenden Mann vor. In Wahrheit verbringt er seine Freizeit mit Bandproben. Diana nimmt ihm seine Geschichten ab, bis sich Rocco bei ihnen einnistet, weil Valentina ihn rausgeschmissen hat. Der Moment des bösen Erwachens ist nicht mehr weit…

 

Im siebten Himmel nach Unfall

Anna (Luciana Littizzetto) und Piero (Emilio Solfrizzi) beanspruchen die Lachmuskeln ganz besonders. Vielleicht weil sie der Realität am nächsten sind. Nach 20 Jahren Ehe haben sie sich nicht mehr viel zu sagen. Von einem liebevollen Umgang weit entfernt, herrscht eher ein harscher Ton zwischen ihnen. Piero ist der Archetyp eines Machos: Seine Frau ist zum Putzen, Kochen und Erziehen da. Seine wahre Liebe ist der Juventus Turin. Seine sexuellen Bedürfnisse befriedigt eine Geliebte. Seine Abende verbringt er in seiner Stammkneipe. Kein Spiel wird verpasst. Seine Frau ist das genaue Gegenteil: Kultiviert, gebildet und treu. Als Piero nach einem Unfall sein Gedächtnis verliert, ist seine Frau im siebten Himmel, denn jetzt kann sie sich einen Mann nach ihrem Gusto backen. Dem nichtsahnenden und gutgläubigen Piero wird beigebracht, dass er ein passionierter Leser französischer Literatur ist, gern in die Oper geht und die Küche sein Revier ist. Anna ist begeistert von ihrem Werk bis sie merkt, dass sie den alten Piero auch geliebt hat.

Obwohl vermeintlich italienische Stereotype gezeigt werden, findet sich fast jeder in überspitzter Form wieder. Leichte Sommerkost – wie ein Zitronensorbet!

 

Verlosung: Gazelle verlost anlässlich zum Kinostart (09.06.11) ein Filmpaket mit Beautyprodukten von Weleda. Der fruchtig-frische Duft nach südlichen Citrusfrüchten mit reichhaltigem Sanddornöl unterstützt die Hautfunktionen und sorgt für gute Laune sowie 1×2 Kinokarten.

Einfach Name und Adresse bis zum 10.06. an info@gazelle-magazin.de schicken. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

 

Ein Film von Fausto Brizzi
mit Claudio Bisio, Nancy Brilli, Luciana Littizzetto, Francesca Inaudi, Emilio Solfrizzi, Giuseppe Cederna und Ficarra und Picone
113 Min.

 


Lisette Thooft: Alchemie der Liebe

Alchemie der Liebe

Alchemie der Liebe

Von Barbara Crombach

„Unsere Liebesbeziehung ist die prima materia eines alchemistischen Prozesses. Wir sind genau so, wie wir gerade sein müssen, um mit unserem Prozess zu beginnen, und unser Partner ist es ebenfalls.“ (S. 24)

 

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Beziehungsratgeber gibt es unglaublich viele. Doch dieses Buch ist anders. Es ist eine Reise in die Alchemie unserer Beziehungen und vor allem zu uns selbst. Lisette Thooft, die sich auf ihrer Website selbst als Publizistin und Mythosofin bezeichnet, liefert uns mit diesem Buch ganz neue Ansätze, uns selbst und unsere Beziehungen zu betrachten. Zwar schreibt sie hauptsächlich von Liebesbeziehungen, insgesamt lassen sich aber ihre Überlegungen auf alle Beziehungen anwenden.

Langsam führt Thooft die LeserInnen an das Thema der Alchemie heran. Sie erklärt neben der Wortherkunft auch das Verständnis alchemistischer Prozesse vom Altertum bis in die Neuzeit. Dann zeigt sie, wie auch schon zu früheren Zeiten dieses Verständnis bei Beziehungen zwischen Mann und Frau angewendet wurde. Hierbei ging es immer auch um die Idee, dass die Vereinigung von Frau und Mann ein Schritt Richtung Vollkommenheit bedeutet. Thooft schreibt nicht, Vollkommenheit sei leicht zu erlangen, doch jede Beziehung könne immer höhere Entwicklungsstufen anstreben – „mehr als gestern, weniger als morgen.“

Bei all ihren Ausführungen bleibt Lisette Thooft dem Grundsatz „jede Beziehung ist prima“ treu. Gelegentlich wirken ihre Erklärungen etwas abgehoben; für manche LeserInnen eventuell ein bisschen zu viel Esoterik. Doch in diesem Buch finden LeserInnen viel Ruhe und Gewissheit. Es ist schön, wenn uns in unserer „perfekten Welt“ mal jemand sagt, dass niemand wirklich perfekt ist – und auch nicht sein muss. Der Ansatz, uns selbst und unsere (Liebes-)beziehung alchemistisch zu betrachten ist spannend. Thooft führt den LeserInnen typische Verhaltensmuster vor Augen, bietet aber gleichzeitig neue Bewertungsansätze an. Sie schreibt vom Roboter im Mann und vom Drachen in der Frau. Um die Dinge anschaulicher zu erklären, erzählt die Autorin eigene Beispiele. Sie beschreibt, wie in unseren Beziehungen der Drache und der Roboter die Arena betreten, um sich gegenseitig den Gar auszumachen. Natürlich geht es hier um Naturinstinkte, die einfach neu und vor allem anders dargestellt werden. Trotzdem liefert dieses Buch seinen LeserInnen sowohl interessante als auch spannende neue Ideen, um sich der eigenen Vollkommenheit zu nähern. Ein tolles Geschenk für sich selbst oder für geliebte Menschen.

 

Lisette Thooft: Alchemie der Liebe
Wie Beziehungskonflikte uns helfen, den Stein der Weisen zu finden
150 Seiten
Urachhaus, 2009, Gebunde Ausgabe
ISBN 978-3-8251-7650-1
Euro 15,90

Endometriose: Wenn sich Zellen der Gebärmutterschleimhaut verirren

Von Barbara Crombach

Alle Monate wieder… Johannas Unterleib krampft sich schmerzhaft zusammen, deutlich schmerzhafter als „normale“ Regelschmerzen. Vor gut einem Jahr hat Johanna die Diagnose „Endometriose“ erhalten.

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Zuerst konnte Johanna mit dieser Diagnose gar nichts anfangen. Erst nach und nach lernte sie so viel wie möglich über diese chronische und vor allem schmerzhafte Erkrankung.

Endometriose ist eine gutartige Wucherung der Gebärmutterschleimhaut an der falschen Stelle. Endometrium ist der medizinische Name für die Gebärmutterschleimhaut und die Endung –ose (oder –osis) kommt aus dem Griechischen und bedeutet krankhaft oder krankhafter Zustand. Bei der Endometriose siedeln sich also verirrte Zellen der Gebärmutterschleimhaut irgendwo im Bauchraum an, zum Beispiel an den Eileitern oder den Eierstöcken. Es wurden aber auch schon Herde in der Lunge und ganz selten im Gehirn gefunden.

Während des Menstruationszyklus bauen sich diese Endometrium-Zellen zeitgleich mit der Gebärmutterschleimhaut auf und ab, was zu krampfhaften Schmerzen führen kann. Oft kommt es auch zu Zystenbildungen, da das Gewebe – genauso wie die Gebärmutterschleimhaut – bluten kann, wobei das Blut allerdings an manchen Stellen keinen natürlichen Abfluss besitzt.

Leider sind Regelschmerzen nicht die einzigen Symptome. Die Schmerzen hängen natürlich mit der Lokalisation der Endometrium-Zellen zusammen. Oft werden allgemeine Unterleibsschmerzen, Kreuzschmerzen und auch Schmerzen beim Geschlechtsverkehr beschrieben. Aber auch das Wasserlassen kann zur Qual werden. Insgesamt ist den Symptomen eines gemeinsam:

Sie sind zyklusabhängig und kurz vor der monatlichen Blutung am schlimmsten. Selbstverständlich gibt es viele Frauen, die praktisch keine Symptome haben. Das ist auch der Grund, warum über die Häufigkeit dieser Krankheit keine verlässlichen Aussagen gemacht werden kann. Die Angaben schwanken zwischen 5% bis 15%. Allerdings sollten sich Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch auch auf Endometriose hin untersuchen lassen. Laut medizinischer Fachliteratur, sind viele Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch von Endometriose betroffen.

Zu den Ursachen der Erkrankung gibt es verschiedene Theorien. Bei der Transplantationstheorie wird vermutet, dass Endometrium-Zellen zum Beispiel mit dem Blut- oder der Lymphflüssigkeit an den „falschen Ort“ transportiert werden und sich dort ansiedeln. Die Metaplasietheorie geht davon aus, dass sich schon vorhandenes Gewebe in Endometrium-Zellen umwandelt (Metaplasie). Die tatsächliche Entstehungsursache ist aber immer noch unklar. Allerdings sind familiäre Häufungen auffallend.

Da keine direkte Ursache der Endometriose bekannt ist, sind die Therapiemöglichkeiten so individuell wie die Betroffenen. Neben der klassischen Hormonbehandlungen und der operativen Entfernung der Wucherungen gibt es vielfältige alternative Ansätze. Die Betroffenen sollten sich eingehend von ihrem Gynäkologen oder ihrer Gynäkologin beraten lassen. Weitere Informationen bietet das Internet. Hier finden sich eine Menge an Informationen von Universitäten, Selbsthilfegruppen, Gesundheitsportalen und natürlich von vielen Frauenvereinen.

Auch Johanna hat sich durch unzählige Seiten geklickt und hat mittlerweile einen guten Weg gefunden, mit ihrer Krankheit zu leben.

“Verstehen Sie unsere Sprache?”

Soheila Mojtabaei

Soheila Mojtabaei

„Kennen Sie denn überhaupt unsere Kultur?“ – „Haben Sie auch deutsche Teilnehmerinnen?“ – „Verstehen Sie unsere Sprache?“ – Manchmal sind es sehr irritierte Fragen, mit denen die Heilpraktikerin für Psychotherapie Soheila Mojtabaei am Telefon konfrontiert wird, wenn ein Anrufer ihren Namen oder ihren persischen Akzent hört.

„Kennen Sie denn überhaupt unsere Kultur?“ – „Haben Sie auch deutsche Teilnehmerinnen?“ – „Wie lange sind Sie denn schon in Deutschland? Verstehen Sie unsere Sprache?“ – Manchmal sind es sehr irritierte Fragen, mit denen Soheila Mojtabaei am Telefon konfrontiert wird, wenn ein Anrufer ihren Namen oder ihren persischen Akzent hört.

„Das sind keine rassistischen Ressentiments“, sagt sie verständnisvoll, „sondern dahinter steckt Unsicherheit gegenüber dem Fremden. Immerhin muss jemand, der Unterstützung sucht, Vertrauen zu mir gewinnen.“

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Soheila Mojtabaei lebt seit 25 Jahren in Deutschland. 1985 kam sie als Flüchtling aus dem Iran; inzwischen besitzen sie und ihre erwachsene Tochter die deutsche Staatsbürgerschaft. Sie hat einen langen Berufsweg hinter sich, über verschiedene Stationen im kaufmännischen Bereich und in der IT-Branche bis hin zur Geschäftsführerin einer Weiterbildungseinrichtung in Bonn. Aber nach einigen Jahren genügte ihr das nicht mehr: „Irgendwann habe ich dann gemerkt, dass meine eigentliche Berufung darin liegt, Menschen in ihrem Entwicklungsprozess zu sich selbst zu begleiten.“

Sie begann mit der Ausbildung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie; 2007 schloss sie diese beim Gesundheitsamt Dortmund ab. Seit 2008 hat sie nun ihre eigene Praxis – und ist damit als Iranerin eine große Ausnahme, nicht nur in Köln, sondern wohl bundesweit.

In ihrer Stellung zwischen den beiden Kulturen sieht sie keinen Nachteil, sondern einen Reichtum: „Durch meine Lebenserfahrung und die Herausforderung, unter schwierigen Umständen in einem für mich zunächst fremden Land mein Leben neu zu gestalten und mich in diesem Kulturkreis zu Hause zu fühlen, kann ich Menschen in Krisensituationen viel besser beraten und begleiten. Außerdem schöpfe ich aus der Erfahrung von zwei einander nicht ausschließenden, sondern ergänzenden Kulturen.“

Aber was macht eine Heilpraktikerin für Psychotherapie eigentlich? Wer sucht sie auf, und was erwartet den Ratsuchenden?: “Wer zu mir kommt, findet eine engagierte Zuhörerin”, erklärt Mojtabaei. “Er erfährt Entlastung und Verständnis, lernt neue Wege kennen, lernt auch, sie zu gehen und weiß nachher mehr über sich”

„Es sind Konflikte in verschiedenen Lebensbereichen, in einer Partnerschaft, in der Familie, am Arbeitsplatz, in sozialen Bindungen aller Art, bei denen wir gemeinsam nach Wegen suchen. Das kann ein Coaching sein oder eine lösungs- und zielorientierte Kurzzeittherapie.“ Außerdem bietet sie Seminare zu Themen wie „Mutter-Tochter-Beziehung“, „Sich selbst besser verstehen“ und „Sei Dein bester Freund“ an.

Es geht dabei nicht darum, fertige Lösungen anzubieten, sondern den Ratsuchenden zu unterstützen, diese Lösung für sich selbst zu finden – „in der tiefen Überzeugung“, so sagt Soheila Mojtabaei, „dass der Mensch bereits alles in sich trägt, was er braucht.“

Genitalverstümmlung: Europäisches Parlament spricht sich für breitere Schutzmaßnahmen aus

Von Sunya Baaroun

Explizit verboten ist die weibliche Genitalbeschneidung in vielen Ländern Europas nicht. Das soll sich laut Pressebericht des Europäischen Parlaments jedoch bald ändern. Die Mitglieder sprachen sich in großer Zahl für ein schärferes Vorgehen gegen das archaische Ritual aus. Am 24. März 2009 wurde deshalb ein entsprechender Bericht verabschiedet: Prävention durch Aufklärung und ein stärkerer Schutz von gefährdeten Migrantinnen sollen in Zukunft Abhilfe versschaffen. Außerdem empfiehlt die Kommission, die Beschneidung weiblicher Genitalien konsequent strafrechtlich zu verfolgen.

 

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Allein Europa beherbergt eine halbe Millionen Frauen, die dem menschenunwürdigen Brauch zum Opfer gefallen sind; von der Dunkelziffer ganz zu schweigen. Laut UN-Menschenrechtskonvention untersteht die weibliche Genitalbeschneidung als Verletzung der  körperlichen Unversehrtheit dem Strafrecht. Spezielle Gesetze gegen die Verstümmlung gib es bisher aber nicht in allen europäischen Ländern. Zur Anklage kommt es zudem nur selten. Der Ritus findet so gut wie immer im Verborgenen statt. Aus Scham und Angst vor familiärer Ächtung bewahren die Opfer meist Sillschweigen. Darum fordert die Kommission eine „umfassende und eindeutige Strategie“. Dazu gehöre eine flächendeckende Überwachung, so die EU-Abgeordnete Cristiana Muscardini (UEN Italien). Diese sei aber schwer umsetzbar. Der Einfachheit wegen findet die Beschneidung auch oft im Heimatland der Migrantinnen statt. Bestraft werden sollen deshalb auch die, die sich außerhalb der europäischen Grenzen als Vollzieher der Verstümmlung betätigten. Ziel ist es zudem, das Beschneidungsverbot  für künftige Abkommen und Kooperationsverhandlungen mit Drittländern als Klausel aufzuführen. Asyl als Grund einer bevorstehenden Beschneidung wird dagegen auch in Zukunft ein schwieriges Thema bleiben. Man wolle aber versuchen, die jeweiligen Anträge nach bestem Wissen auf Wahrhaftigkeit zu prüfen.

 

Ein gemeinsames Signal gegen die Genitalverstümmlung setzt die FDP Hamburg in Kooperation mit TERRE DES FEMMES. An der Front steht Dr. Najib Karim, EU-Beauftragter der FDP Hamburg. Mit viel Engagement setzt er sich für ein effektiveres Vorgehen in Sachen Prävention ein. Vor allem die Großstädte mit ihrem hohen Ausländeranteil müssen bereits direkt bei der Einwanderung gezielt an gefährdete Migrantengruppen herantreten. Diese Form von Vorbeugung sei erfolgsversprechend, da zukünftige Opfer hier ganz klar über ihre Rechte und Schutzmöglichkeiten informiert würden.

Stillen – Alles kein Problem

Von Rebecca Schwab

Der Anblick von stillenden Müttern in der Öffentlichkeit ist längst keine Seltenheit mehr. Doch den meisten Müttern fehlt wichtiges Wissen um das Stillen. So wird oft nach kurzer Zeit schon abgestillt. Rebecca Schwab über den Nutzen der Muttermilch und Möglichkeiten der Stillberatung.

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Der Anblick von stillenden Müttern in der Öffentlichkeit ist längst keine Seltenheit mehr. Doch den meisten Müttern fehlt wichtiges Wissen um das Stillen. So wird oft nach kurzer Zeit schon abgestillt. Rebecca Schwab über den Nutzen der Muttermilch und Möglichkeiten der Stillberatung. Muttermilch ist in den ersten Lebensmonaten eines Säuglings die gesündeste Nahrungsquelle. Das ist längst bewiesen. Wertvolle Abwehrstoffe zur Vorbeugung von Krankheiten und Allergien stecken in ihr.
Längst ist die stillende Frau auch in Deutschland kein seltener Anblick mehr. Selbst in der Öffentlichkeit trifft man immer häufiger stillende Mütter an. Die Industrie hat sich mit diesem Thema befasst und von Stillkissen, speziellen BHs, über Milchpumpen, Fußschemel, bis hin zu Stilleinlagen alles erfunden, was das Stillen angenehmer macht.

 

“Mütter wissen nicht mehr, wie Stillen funktioniert”

Doch obwohl die Stillende in Deutschland längst integriert zu sein scheint, wechseln die meisten Mütter bereits nach wenigen Wochen auf Fertignahrung aus dem Fläschchen. Sie scheinen verunsichert, ob die Milch noch ausreicht, haben Probleme, etwa mit wunden Brustwarzen, und wissen nicht, an wen sie sich diesbezüglich wenden können.
“Die Mütter wissen einfach nicht mehr, wie das Stillen funktioniert”, so die Hebamme Eva Leiner. Als man in Deutschland noch in Großfamilien lebte, konnten sich junge Mütter das Stillen von Schwester, Tante, Cousine oder Mutter abschauen und sich von eben diesen Tipps geben lassen. Heute ist der Mehrgenerationen-Haushalt eine Seltenheit und junge Mütter stehen mit ihren Fragen oft allein da.
Was die meisten von ihnen nicht wissen: Sie haben ein Anrecht auf eine professionelle Stillberatung. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten für eine Nachsorgehebamme und viele Stillberaterinnen arbeiten ehrenamtlich. In Stillgruppen, die inzwischen in vielen Geburtshäusern und Kliniken angeboten werden, können sich stillende Frauen austauschen und von einer erfahrenen Leiterin Ratschläge einholen. Bereits während der Schwangerschaft kann man an einem solchen Kurs teilnehmen und sich über das „Stillen von Anfang an“ informieren.

 

Schutz vor Krankheiten, aber kein Schutz vor einer Schwangerschaft
Sollten während der Stillzeit Probleme auftreten, ist dies in den meisten Fällen kein Grund, das Kind abzustillen. Kleine Hausmittelchen, wie etwa Wollfett gegen wunde Brustwarzen oder Quarkwickel bei einem Milchstau schaffen schnelle Abhilfe und das regelmäßige Anlegen unterstützt den Heilungsprozess zusätzlich. Neben den vielen Vorteilen, die Muttermilch für das Baby liefert, gibt es auch einige für die Mutter: Nach der Geburt bildet sich die Gebärmutter schneller zurück, dazu gewonnene Pfunde schmelzen durch den erhöhten Kalorienbedarf quasi im Nu. Auch das Brustkrebs- und auch Herzinfarkt-Risiko sinkt durch das regelmäßige Stillen deutlich.
Mit dem Zufüttern von Beikost sollte man erst im sechsten Lebensmonat des Babys beginnen. Bis zu dieser Zeit wird der Nährstoffbedarf völlig durch die Muttermilch gedeckt. Die Voraussetzung dafür ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung der Mutter. Mitgifte, wie bestimmte Medikamente, Nikotin oder Alkohol in großen Mengen sind während der Stillzeit tabu.
Stillen bietet entgegen einiger Behauptungen übrigens keinen sicheren Schutz gegen eine erneute Schwangerschaft. Rat zu alternativen Verhütungsmethoden, die die Produktion und Konsistenz der Muttermilch nicht beeinträchtigen, gibt es beim Frauenarzt.

So stillt die Welt – Mütter, die nach der Geburt Stillen:

Schweden: 97 Prozent
Brasilien: 93 Prozent
Neuseeland: 92 Prozent
Deutschland: 90 Prozent
China: 77 Prozent
Bolivien: 62 Prozent
Ägypten: 46 Prozent
Kuba: 46 Prozent
Bangladesh: 45 Prozent
Japan: 40 Prozent
Kroatien: 24 Prozent
Kambodscha: 15 Prozent

 

Hier findet man Rat:
www.lalecheliga.de

www.hebammensuche.de

Buchtipp: Lob des Einzelkindes – Das Ende aller Vorurteile

Lob des Einzelkindes - Krüger VerlagErich Kästner, Wilhelm Conrad Röntgen, Indira Ghandi oder Marilyn Monroe waren Einzelkinder und sollen, weil sie ohne Geschwister aufgewachsen sind, unangenehme Zeitgenossen gewesen sein. Denn Einzelkinder sind altklug, verwöhnt, introvertiert, liebesunfähig und vieles mehr. Diese und andere Vorurteile kursieren seit Jahrhunderten über Einzelkinder. Um diese und anderen Vorurteilen geht die Autorin Brigitte Blöchlinger in ihrem Buch „Lob des Einzelkindes“ auf den Grund.

 

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Erich Kästner, Wilhelm Conrad Röntgen, Indira Ghandi oder Marilyn Monroe waren Einzelkinder und sollen, weil sie ohne Geschwister aufgewachsen sind, unangenehme Zeitgenossen gewesen sein. Denn Einzelkinder sind altklug, verwöhnt, introvertiert, liebesunfähig und vieles mehr. Diese und andere Vorurteile kursieren seit Jahrhunderten über Einzelkinder. Um diese und anderen Vorurteilen geht die Autorin Brigitte Blöchlinger in ihrem Buch „Lob des Einzelkindes“ auf den Grund. Blöchlinger ist selbst Tochter und Mutter eines Einzelkindes und hat sich diesem Thema angenommen. Ihre eigenen und vor allem unbewusst aufgenommenen Vorurteile haben sie zu diesem Buch angetrieben, schreibt sie im Vorwort. Nach ihren Recherchen und intensiver Lektüre wissenschaftlicher Literatur hat sie feststellen können, dass Einzelkinder besser sind als ihr Ruf.

Die Autorin geht jedem Nachteil mit Hintergrundinformationen auf dem Grund und zeigt wo der Denkfehler steckt. Auch versucht sie durch eine abschließende Bilanz darzustellen, welche Vorurteile tatsächlich stimmen und woran das liegt.

Durch die übersichtlichen Rubriken und ihre Herangehensweise ist dieses Sachbuch nicht nur für werdende Eltern geeignet. Eine Lektüre für alle, die wissen wollen, was nun dran ist, am vermeintlich unangenehmen Zeitgenossen Einzelkind.

Erschienen im Krüger Verlag,
Lob des Einzelkindes – Das Ende aller Vorurteile,
ISBN 978-3-8105-0262-9,
240 Seiten,  14,90€