Paprika-Schmelzfondue mit Cashewnüssen

© Heike Kügler-Anger, Veganes fürs Fest, pala Verlag, 2011.

© Heike Kügler-Anger, Veganes fürs Fest, pala Verlag, 2011.

Rezept für 4 Personen:

200 g Cashewnüsse
500 ml kochend heißes Wasser
500 g Baguette
500 g kleine Champignons
250 ml kochend heiße Gemüsebrühe
1 große Zwiebel
3 – 4 Knoblauchzehen
4 – 5 EL Olivenöl
2 große rote, geröstete und enthäutete Paprikaschoten (entweder aus dem Glas oder selbst gemacht)
30 g Hefeflocken
5 – 6 EL geröstetes Kichererbsenmehl
2 EL mittelscharfer Senf
1 EL weißes Sesammus (Tahin)
2 TL gekörnte Gemüsebrühe
600 ml Sojadrink oder Reisdrink
3 MSP geriebene Muskatnuss
150 ml Sojasahne oder Hafersahne
2 EL Weinbrand oder Cognac (falls erwünscht)
2 EL fein gehackter Thymian
4 EL fein gehackte glatte Petersilie
Meersalz
rote Chilisauce

Zubereitung:

Die Cashewnüsse mit dem Wasser übergießen und über Nacht quellen lassen.Am nächsten Tag das Baguette in mundgerechte Stücke schneiden, auf ein Backblech geben und bei 200 °C im Backofen leicht anrösten.

Die Champignons putzen und die Stiele etwas einkürzen.

Das Einweichwasser der Cashewnüsse abgießen und die Nüsse kurz mit klarem Wasser abspülen. Dann mit der heißen Gemüsebrühe in ein hochwandiges Rührgefäß geben und mit dem Pürierstab zerkleinern, sodass eine glatte Creme entsteht.

Die Zwiebel und den Knoblauch schälen, mittelfein hacken und kurz in 2 EL Öl anschwitzen. Zusammen mit den grob zerkleinerten Paprika, den Hefeflocken und dem Kichererbsenmehl zu den Cashewnüssen geben und nochmals sehr gründlich pürieren. Die Nusszubereitung in den Fonduetopf umfüllen.

Senf, Sesammus und gekörnte Gemüsebrühe unterrühren. Sojadrink und Muskat hinzufügen. Kurz zum Kochen bringen, dann die Temperatur reduzieren und 4 – 5 Minuten köcheln lassen.

Die Sojasahne, 2 – 3 EL Öl, Weinbrand, Thymian und Petersilie unterziehen, 3 – 4 weitere Minuten leise köcheln lassen, dann mit Salz und roter Chilisauce abschmecken.

Zum Servieren das Schmelzfondue auf den Rechaud stellen. Die Baguettewürfel und Pilze an Spießen in das Fondue tauchen und genießen.

Neues Kochbuch "Veganes fürs Fest" von Heike Kügler-Anger, © pala Verlag, 2011.

Neues Kochbuch "Veganes fürs Fest" von Heike Kügler-Anger, © pala Verlag, 2011

Tipps:

Falls Sie die Paprikaschoten selbst rösten und enthäuten, fügen Sie dem Schmelzfondue beim Abschmecken noch etwas Balsamessig hinzu. Geröstete Paprika aus dem Glas schmeckt in der Regel etwas säuerlich.
Anstelle von Baguette können Sie auch anderes Weißbrot verwenden.

Zum Eintunken in das Fondue eignet sich auch Gemüse, zum Beispiel Brokkoli (vorher kurz blanchiert), Paprikaschoten, klein geschnittene Zucchini oder Kirschtomaten. Versuchen Sie, auch einmal etwas Obst wie mundgerecht zerkleinerte Birnen, Äpfel oder Weintrauben ins Schmelzfondue zu tunken. Sie werden überrascht sein!

 

 

 

 

 

 

 

Pute in Mandel-Chili-Sauce

Pute in Mandel-Chili-Sauce aus dem Kochbuch “Brainfood”.  © 2011 Kneipp-Verlag / Peter Barci

Pute in Mandel-Chili-Sauce aus dem Kochbuch “Brainfood”. © 2011 Kneipp-Verlag / Peter Barci

Dieses Gericht stammt aus Mexiko und klingt schärfer, als wir es tatsächlich zubereiten.

für 4 Portionen:

2 Ancho-Chilis (siehe Tipp), längs halbieren, Stiele, Kerne und Scheidewände entfernen
2 EL Pflanzenöl
250 g Tomaten, würfeln
100 g Zwiebeln, in Würfel schneiden
1 Knoblauchzehe, fein hacken
200 ml Hühnerbouillon (Seite 114)
1 TL frischer Oregano, geschnitten
1 Msp. frischer Thymian, geschnitten
60 g Mandeln, gemahlen
400 g Putenbrust, in mundgerechte Streifen schneiden
100 g Gelbe Rüben (Möhren), in feine Streifen schneiden
100 g Kohlrabi, in 2 cm große Würfel schneiden
100 g Brokkoli, vom Strunk befreien, in mundgerechte Röschen teilen
2 EL Tomatenmark
Meersalz

Außerdem: roter Paprika, Reis (Basmati),
Safran, Rosinen, Mandelblättchen

Chilis in Öl anbraten, mit kochendem Wasser bedecken und ca. 20 Min. einweichen. In der Zwischenzeit Tomaten im eigenen Saft weich kochen und durch ein Sieb passieren.

Zwiebeln und Knoblauch unter ständigem Rühren in einer Pfanne ohne Öl braten, bis sie weich sind. Mit den Tomaten vermischen, die Chilis zugeben und alles mit einem Mixstab fein pürieren. Püree mit Hühnerbouillon aufgießen, Kräuter und Mandeln zugeben, bei reduzierter Hitze und unter ständigem Rühren langsam aufkochen

Putenbrust zugeben und ca. 40 Min. köcheln, damit die Würze der Sauce gut in das
Fleisch einziehen kann.

Gelbe Rüben, Kohlrabi, Tomatenmark und Salz zugeben, ca. 10 Min. mitköcheln, dann die Brokkoli zugeben und weitere 10 Min. köcheln.

Anrichten:
Dazu passt Mandel-Rosinen-Reis. Weißen Reis (wir verwenden meist Basmatireis) mit 1 EL Rosinen und 5 Safranfäden mischen, je nach Reisqualität in der 1,5-fachen bis doppelten Menge kaltem Wasser zustellen, erhitzen und bei mittlerer Hitze garen. Sobald das Wasser zu sieden beginnt, 1/2 TL Salz zugeben. Wasser verdunsten lassen, Reis verkosten. Wenn er bissfest ist, Herd abdrehen und Reis rasten lassen.

2 EL geröstete Mandelblättchen unterheben. Pute in Mandel-Chili-Sauce mit Paprikastreifen garnieren.

 © 2011 “Brainfood” Kneipp-Verlag/Peter Barci

© 2011 “Brainfood” Kneipp-Verlag/Peter Barci

Tipp:
Statt der Ancho-Chilis können Sie auch 1 EL fertige Chili-con-Carne-Gewürzmischung
verwenden.

 

 

 

 

 

 

 

 

Batatenkekse

Herbert Walker: Vollwertige Weihnachtsbäckerei mit Pfiff, pala Verlag

Herbert Walker: Vollwertige Weihnachtsbäckerei mit Pfiff, pala Verlag

300 – 350 g Süßkartoffeln       und
etwa 220 g Kartoffeln                in
Salzwasser                                 etwa 25 Minuten kochen, schälen und mit
2 EL Sahne                                 pürieren.
200 g Weizen                              fein mahlen, mit
1 Päckchen Backpulver            mischen und mit
Macis                                             und
Vanille                                           würzen.
125 g Butter                                 mit
125 g Honig                                 schaumig rühren, nach und nach
2 Eier,
abgeriebene Schale
einer halben Zitrone,
75 g Kokosraspel,
20 g geriebenen Ingwer            und
75 g gemahlene Haselnüsse   zugeben, dann Püree und Mehl einarbeiten. Zwei Backbleche mit Öl bestreichen und den Teig teelöffelweise in Abständen von vier bis fünf Zentimeter darauf verteilen.
Im nicht vorgeheizten Ofen bei 200 °C 15 – 20 Minuten backen.

Tipp:
Das Verhältnis Süßkartoffeln zu Kartoffeln lässt sich ändern, ebenso das Verhältnis Kokosraspel zu Haselnüsse, die auch durch Mandeln ersetzt werden können.

Das Rezept wurde dem Buch “Vollwertige Weihnachtsbäckerei mit Pfiff ” von Herbert Walker (pala Verlag) entnommen. http://www.pala-verlag.de/cms/website.php?id=/index/buecher/9783895662461.htm

Brotzeitsemmeln

Brotzeitsemmeln aus dem Buch Annelie Wagenstaller: Brot-Zeit!, blv-Verlag, 2011, © Bethel Fath / BLV Buchverlag

Zutaten für den Hefeteig:
250 g Dinkelschrot
250 g Dinkelmehl Type 630
1 Päckchen Trockenhefe
1 Prise Rohrzucker
300 ml lauwarmes Wasser
Für die Teigfüllung:
300 g Zwiebeln
150 g geräucherten Speck

So wird’s gemacht:
Alle Zutaten sollten zimmerwarm sein. Schrot, Mehl und Hefe in einer Schüssel gut miteinander vermengen. Die restlichen Zutaten hinzugeben und alles zu einem geschmeidigen Hefeteig verarbeiten. Diesen lassen wir an einem warmen Ort eine Stunde gehen.

In der Zwischenzeit würfeln wir den Speck und die Zwiebeln und braten sie in einer Pfanne aus. Anschließend wird alles mit einem Küchenkrepp fettfrei getupft. Nach ausreichender Teigruhe kneten wir unser Speck gemisch in den Teig und lassen diesen noch mal 10 Minuten gehen.

Jetzt können wir ihn zu Semmeln weiterverarbeiten. Dazu rollen wir den Teig zu einem langen Strang (etwa 40 cm) und teilen diesen in 15 Stücke. Nun werden Semmeln geformt, je nach Belieben, ob länglich oder rund. Diese setzen wir auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech und drücken sie noch ein wenig flach.

Zugedeckt mit Folie ruhen sie noch einmal 10 Minuten. Bevor wir sie in den Ofen schieben, bestreichen wir sie mit Milch und kerben (stupfen) jede Semmel nach Fantasie.

Der Ofen sollte gut vorgeheizt sein auf 250 °C, wenn wir die Semmeln auf der mittleren Schiene einschießen. Noch etwas Wasser in die Backkammer sprühen, zurückschalten und dann bleiben unsere Semmeln für 25 Minuten bei 180 °C im Ofen.

Annelie Wagenstaller: Brot-Zeit!, blv-Verlag

 

Annelie Wagenstaller: Brot-Zeit!, München (blv),  2011, 192 S.,
Hardcover, ISBN: 978-3-8354-0769-5, 19,95 € (D) / 20,60 € (A) / 33,50 sFr

Omelett mit Lauch und Pilz (Frittata di porri e funghi)

Heike Kügler-Anger: Cucina vegana, pala Verlag

Heike Kügler-Anger: Cucina vegana, pala Verlag

250 g Kichererbsenmehl
1 – 2 TL Meersalz
13 EL Olivenöl, 500 ml Wasser
1 – 2 Knoblauchzehen
2 Schalotten
1 große Stange Lauch
250 g Champignons
2 EL fein gehackter Oregano
1 EL fein gehackter Thymian
Meersalz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

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Das Kichererbsenmehl mit dem Meersalz und 4 EL Olivenöl in einer Schüssel vermischen. Unter ständigem Rühren das Wasser dazugeben. Die geschälten und durchgepressten Knoblauchzehen unterziehen und den Teig 10 Minuten ruhen lassen.

Die Schalotten schälen, fein hacken und in 1 EL heißem Olivenöl in der Pfanne anschwitzen. Den Lauch der Länge nach halbieren und in Halbmonde schneiden. Zu den Schalotten in die Pfanne geben und ebenfalls kurz anschwitzen. Die Champignons mit feuchtem Küchenkrepp säubern und in dünne Scheiben schneiden. Zusammen mit dem Oregano und dem Thymian in die Pfanne geben.

Das Gemüse so lange schmoren, bis es weich ist und in sich zusammenfällt. Das Gemüse herzhaft mit Salz und Pfeffer abschmecken und aus der Pfanne nehmen.

Die Pfanne mit Küchenkrepp säubern und 2 EL Olivenöl darin erhitzen. Die Hälfte des Gemüses in die Pfanne geben und mit der Hälfte des Teigs übergießen. Alles vorsichtig vermischen, dann das Omelett bei niedriger Temperatur und am besten mit aufgelegtem Deckel langsam stocken lassen. Wenn das Omelett gestockt und die Unterseite etwas gebräunt ist, einen Teller auf die Pfanne legen, die Pfanne wenden und das Omelett auf den Teller gleiten lasen.

In einer Pfanne 2 EL Olivenöl verteilen, dann das Omelett mit der nicht gebräunten Seite zurück in die Pfanne geben. So lange ohne aufgelegten Deckel schmoren, bis auch diese Seite leicht angebräunt ist.

Das Omelett entweder sofort verzehren oder im Backofen bei 50 °C warm halten, bis das zweite Omelett fertig gebacken ist. Mit dem restlichen Teig und dem restlichen Gemüse ebenso verfahren.

Tipp:
Das Rezept ergibt für 4 Personen eine komplette Mahlzeit. Wenn Sie das Omelett als Vorspeise servieren wollen, halbieren Sie sowohl die Mengen für den Teig als auch für die Füllung.

„Cucina vegana“ wurde vom VEBU (Vegetarierbund Deutschland e.V.) als „Kochbuch des Jahres 2010“ ausgezeichnet.

Rosmarinspieß mit Sesampute

Rosmarinspieß mit Sesampute aus Dario Spagnuolo: Barbecue, AT Verlag

Zubereitungszeit: 15 Minuten
Grillen: 11 Minuten
Für 4 Personen

16 kleine Zweige Rosmarin
(15–20 cm lang)
600 g Putenbrust (Trutenbrust)
Sesamsamen
Salz

Die Rosmarinzweige bis etwa 4 cm unterhalb der Spitze von den Blättern befreien. Die Putenbrust in Scheiben und diese dann in Streifen schneiden. Die Streifen spiralförmig um die Rosmarinzweige wickeln. Sesamsamen auf einen Teller geben und die Putenspieße darin wälzen, bis das Fleisch rundherum mit Sesam bedeckt ist. Bei mittlerer Temperatur grillen und nach Belieben zuletzt salzen.

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Dario Spagnuolo: Barbecue, AT Verlag

Dario Spagnuolo: Barbecue, AT Verlag

 

 

 

 

Linktipp: Mehr “Lebensmittelklarheit”

Wer kennt das nicht: Man steht im Supermarkt vor den Regalen und fragt sich, ob die Produkte das halten, was sie uns versprechen. Die Verbraucherzentrale hat in Kooperation mit dem Land Hessen eine Plattform gelauncht, die uns Verbrauchern im Lebensmittel-Konzern-Dschungel etwas Hilfe und Aufklärung leisten.

Das Gute an der Seite ist, dass man auch selbst aktiv werden kann. Auf www.lebensmittelklarheit.de können Sie Produkte melden, bei denen Sie sich durch Aufmachung oder Kennzeichnung getäuscht fühlen.

 

 

Yoga mal nicht daheim

(Stubaier Gletscher)

Yoga, der Jahrtausende alte Übungsweg aus Indien wirkt auf Körper, Atem und Geist und hilft, Ausgeglichenheit und Klarheit im Leben zu erlangen. Yoga lässt sich bekanntlich überall ausüben. Zu neuer Kraft und innerer Entspannung gelangen geht auch im Urlaub. Wer hierbei mit Gleichgesinnten sich aufbauen und genießen möchte, kann dies auch auf Formentera oder in Tirol tun. Wir stellen zwei Orte der Energie und Entspannung vor:

 

Yoga auf der Karibikinsel Europas

Urlaub und Yoga auf der Balearen-Insel Formentera – im
Gecko Beach Club, der in dem Buch “Great Yoga Retreats“ als einer der schönsten
Yoga-Orte auf der Welt geadelt wurde.
Montag am 09. Mai – Sa 14. Mai 2011 mit Inge Schöps und Ellen Hoormann
Sonntag 02. Oktober – 07. Oktober 2011 mit Inge Schöps und Jasmine Jolley
Die Retreats stehen unter dem Motto “Balance finden”. Asana-Praxis, Atemübungen, Entspannung, Meditation, u.v.m … Vinyasa Yoga und Best-of: Fließendes Yoga, aber auch andere Stile fließen in den Unterricht ein: zur Ruhe kommen, neue Kraft schöpfen, regenerieren. Dynamisch-kraftvoll, sanft entspannend, spielerisch, humorvoll und einfühlsam. Für alle Level.
Tägliches Programm: Morning Walk am Strand, morgens und abends.

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Yoga am Wasser und in der Höhe

Die Kraft des Wassers, die Mystik der Höhe und die Entspannung durch Yoga – all das vereint der Yoga-Workshop im Stubai.

Nach der erfolgreiche Premiere des Yoga-Workshops am Stubaier Gletscher auf über 3000 Metern Höhe im letzten Jahr, erwartet die Besucher nun ein spirituelles Erlebnis der besonderen Art. Vom 28. bis 31.07.2011 werden ausgewählte Kraftplätze im Stubaital zum Energiefeld für Yoga-Einheiten.

Begleitet werden die Kursteilnehmer von nationalen und internationalen Yoga-Größen, die auf die Umgebung abgestimmte Übungswege vorbereiten.

Teilnahme am Yoga-Workshop:
Erleben Sie dieses wohltuende Zusammenspiel von Entspannung, Meditation und Naturschauspiel. Da die Teilnehmerzahl bei den jeweiligen Yoga-Erlebnissen begrenzt ist, lohnt es sich, sich frühzeitig seinen Platz zu sichern. Kosten pro Teilnehmer pro Tag: € 10,- (exkl. Bergbahnticket)
Bei Buchung aller 3 Tage  € 25,- (exkl. Bergbahnticket). (pm/gaz)

 

Links:

Veranstalter auf Formentera und Stubai:

www.yoga-on.com

www.stubai.at

North Carolina – Hier schlägt das Musikerherz

pixelio.de/ediathome

North Carolina ist nicht nur Heimat großer Musiklegenden wie der Soul-Sängerin Roberta Flack, des Country-Sängers Randy Travis und der Jazzmusiker Thelonious Monk und John Coltrane, sondern auch ein Staat, in dem die regionalen Musiktraditionen gepflegt und gefeiert werden. Jüngster Zuwachs zur Reihe der Musikfeste in North Carolina ist das Nina Simone World Music Festival, das im kommenden Herbst zum ersten Mal veranstaltet wird.

Wer also vor hat in diesem Jahr noch eine Reise nach North Carolina anzutreten, sollte sich folgende Musikfeste nicht entgehen lassen:

 

NinaFest

Mit dem Nina Simone World Music Festival – kurz “NinaFest” – in Tryon, der Heimatstadt der Musikerin und Bürgerrechtlerin, nach der es benannt ist, feiert das Eunice Waymon-Nina Simone Memorial Project (NSP) vom 9. bis 11. September 2011 das Erbe dieser bemerkenswerten Künstlerin, die weit über die Grenzen ihres Heimatstaates berühmt wurde. Nach Aussage des NSP-Vorsitzenden Dr. Crys Armbrust soll das Festival die gesamte Bandbreite des beeindruckenden musikalischen Schaffens der Sängerin und Pianistin widerspiegeln und Künstler aus der Region mit Kollegen aus aller Welt zusammenbringen.

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Nina Simone wurde 1933 als Eunice Kathleen Waymon in Tryon nahe der Grenze zu South Carolina geboren. Ihr musikalisches Repertoire umspannte Gattungen von Klassik über Gospel und Spiritual, Folk und Blues bis hin zum Jazz, den sie selbst vorzugsweise “Black Classical Music” bezeichnete. Ihren Künstlernamen leitete sie vom spanischen Wort niña (“Mädchen”) und vom Vornamen der gebürtigen Wiesbadenerin Simone Signoret her – sie war zeitlebens ein Bewunderer dieser Schauspielerin und Schriftstellerin. Nina wurde Ende der 1950er Jahre nicht nur in den USA, sondern auch in Europa bekannt. In den sechziger Jahren engagierte sie sich in der Bürgerrechtsbewegung und wurde zu einer ihrer musikalischen Leitfiguren. Ein Werbespot für ein berühmtes Parfüm brachte ihre Version des Songs “My Baby Just Cares for Me” 1987, drei Jahrzehnte nachdem sie ihn aufgenommen hatte, einem größeren Publikum nahe und machte ihn über Nacht zum Welthit. Musik von Nina Simone war auch auf dem Soundtrack des Films Point of No Return (The Assassin) von 1993 zu hören, dessen Hauptfigur sich nach der Sängerin benannte – daher der deutsche Filmtitel Codename: Nina. Eunice Waymon alias Nina Simone starb 2003 in ihrer Wahlheimat Frankreich, wo sie die letzten Jahre ihres Lebens verbracht hatte.

Nähere Informationen zum Festival werden noch bekanntgegeben und auf der Website des NSP ( www.NinaSimoneProject.org/project3.htm ) veröffentlicht.

MerleFest

Musikfreunde in North Carolina müssen aber nicht bis zum September warten. Bereits vom 28. April bis 1. Mai 2011 wird auf dem Campus des Wilkes Community College in Wilkesboro (im Nordwesten des Staates) das MerleFest veranstaltet, das hier seit 1988 jährlich stattfindet und seither mit inzwischen rund 85.000 Besuchern zu einem der führenden Folk- und Bluegrass-Festivals der Welt avancierte. Organisator ist der Gitarrist Doc Watson, der die Veranstaltung nach seinem 1985 tödlich verunglückten Sohn Merle benannte.

Neben den Darbietungen werden Wettbewerbe im Gitarren- und Banjospielen ausgetragen sowie der “Chris Austin Songwriting Contest” (CASC) für Liedertexter. Dem MerleFest geht ein viertägiges “Jam Camp” voraus (www.DrBanjo.com), und auch während des Fests gibt es zahlreiche Möglichkeiten für Amateure jeden Alters, selbst ein (akustisches) Instrument in die Hand zu nehmen und mit Gleichgesinnten zu improvisieren.

Das Festival beginnt am Donnerstagnachmittag um 14:30 Uhr und endet am Sonntagmorgen um 9:00 Uhr. Eintrittskarten für alle vier Tage gibt es im Vorverkauf (bis 13. März) ab $140 (ca. Euro105). Tageskarten kosten zwischen $35 und $55 (ca. Euro 25-40). Weitere Informationen zum Fest findet man auf der Website www.MerleFest.org sowie ganz aktuell unter Facebook.com/MerleFest und twitter.com/MerleFest.

Weitere Musikfeste

Wer zum MerleFest nach North Carolina reist, kann den Urlaub auch gleich noch um ein paar Wochen verlängern, denn vom 27. bis 29. Mai 2011 verwandelt sich Union Grove (westlich von Winston-Salem) seit rund hundert Jahren ein Wochenende lang in ein Mekka der Fiedler und der Bluegrass-Musik, wenn hier beim Ole Time Fiddler’s and Bluegrass Festival ( www.FiddlersGrove.com) auf dem Camping-platz Fiddler’s Grove über 50 verschiedene Bands auf- und im fröhlichen Wettbewerb gegeneinander antreten. Das Programm wird einige Wochen vor der Veranstaltung auf der Website veröffentlicht.

Die traditionsreichen Musikfeste im gebirgigen Westen von North Carolina gehen auch im August weiter: Bereits mehr als 80 Jahre alt ist das Mountain Dance and Folk Festival ( www.FolkHeritage.org), das seit 1928 jeweils an drei Tagen (Donnerstag bis Samstag) Anfang August stattfindet. Hier erlebt man die traditionelle Musik und Tänze der Südstaaten und insbesondere der Bergregion – mit Banjos, Fiedeln und Zithern. Veranstaltungsort ist das Diana Wortham Theatre am Pack Place in der Innenstadt von Asheville. Und allen, denen die Zeit bis dahin zu lang wird, sei der “Shindig on the Green” empfohlen: Während des gesamten Sommers treffen sich Musikfreunde samstags zwischen 19 und 22 Uhr im Pack Square Park zu Musik, Picknick und Tanz. Man kann zuschauen und zuhören – oder auch mitmachen. Die Atmosphäre ist zwanglos und die gesamte Veranstaltung ist gratis! (pm/gaz)

In love with Maastrich

Fußgänerzone in Maastricht

Fußgänerzone in Maastricht

Von Sunya Baaroun

Wer oder was ist eigentlich Maastricht? – mag sich hierzulande manch einer fragen. Denn wenn man nicht grad an der deutsch-niederländischen Grenze oder im relativ nahliegenden Ruhrgebiet wohnt, sagt einem die Stadt nicht viel. Eigentlich eine Gräuel, denn gehört Maastricht doch zu den moast important european cities. Grund genug sich einmal näher mit Little Paris zu beschäftigen. So wird Maastricht von seinen Anwohnern nämlich liebevoll genannt. Zu Recht, erinnert die drittälteste Stadt der Niederlande doch vom Flair her stark an allseits bekannte Metropolen wie London, Rom oder Barcelona. Nur gemütlicher ist es, fast schon kuschelig. Logisch, Maastricht zählt schließlich „nur“ knapp 119.000 Einwohner. Maastricht lädt zum Heimischfühlen ein. Und genau das ist aller Wahrscheinlichkeit der Anreiz. Denn suchten in den vergangenen Jahren nicht nur vermehrt ausländische Studenten, sondern auch verhältnismäßig viele Touristen aus dem europäischen Ausland die Hauptstadt der Provinz Limburg auf. Vor allem aus Frankreich, Italien und Belgien stammen die Besucher. Die Deutschen hängen bisweilen etwas hinterher, wie uns ein Maastrichter Baarinhaber hinter vorgehaltener Hand lächelnd berichtet. Die meisten Urlauber würden derweilen noch aus südlichen Regionen stammen. Was in ist, wandert ja nun bekanntlich vom Süden gen Norden. Man dürfe es den Deutschen daher nicht übel nehmen, so der smarte Maastrichter weiter. Tatsache ist, dass Maastricht einfach trendy ist. Und genau deshalb, hat Gazelle die Stadt für ein Wochenende mal genauer unter die Lupe genommen.

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Shopping Shopping Shopping

Gegen Samstagvormittag am Maastrichter Bahnhof angekommen, steuert man, wenn man sich aus der alten majestätischen Bahnhofshalle begibt, zunächst auf einen Trödelmarkt zu. Massenwahre ist hier fehl am Platz. Stattdessen Schmuck in allen Geschmacksrichtungen, gut erhaltene Lederhandtaschen und Dekobedarf in Hülle und Fülle. Den Flohmarkt findet man außer an regnerischen Tagen jeden Samstag vor. Am ersten Wochenende des Monats auch an beiden Tagen des Wochenendes. Dann ist nämlich verkaufsoffener Sonntag. Die kleinen Verkaufsstände hinter sich gelassen, eröffnet sich die wahre Innenstadt Maastricht. Die Straßen säumen sorgfältig restaurierte Altbauhäuser, in dessen Erdgeschoß sich meist Boutiquen oder Restaurants befinden.  Von überall her vernimmt man niederländische, englische und französische Gesprächsfetzen. Manchmal schleicht sich auch etwas deutsch ein. Wo man hin sieht, modisch gekleidete und gut gestimmte Menschen. Die Maastrichter an sich scheinen aus allem nur das Beste heraus gepickt zu haben. Eine Portion Heidelberger Intellekt, versetzt mit einem Hauch Münchener Schick. Um das ganze aufzulockern, eine ordentliche Priese  mediterrane Leichtigkeit anbei. Als Beispiel für die letztere Aufführung dienen die vielen Vespas auf den Straßen. Beinah hat man das Gefühl von einer Horde Sizilianer umgeben zu sein.

Eine Besonderheit der Innenstadt stellt die Rechtstraat dar,- eine kleine Gasse noch vorm Übergang der Maas, in welcher die Creme de la Creme der Geschäfte zu finden sind. Herrlich dekorierte Schaufenster und liebevoll aufbereitete Ladenschilder nehmen einen völlig ein. Weder weiß man,  welchen Laden man zuerst aufsuchen soll, noch, wo man sein Vermögen denn nun investieren soll.  Unbedingt sollte man aber einen Blick in die Butike Moda Ecetera werfen. Die Inhaberin Sabine Krans setzt auf Individualität und ethnobezogene Vielfalt. Viele fließende Stoffe, oft mit Stickereien besetzt, erinnern an ferne Völker. Priorität habe aber vor allem Qualität. Krans kauft überall ein. Wie zum Beispiel ihren Schmuck, der stammt von einer Amsterdamer Designerin, ansässig in New York.

Ein paar Häuslein weiter findet man Le Salonard. Hier gibt es Käse soweit der Blick reicht. Einzigartig aufgearbeitet ist der kleine Laden ein einziger Augenschmaus. Oder auch ein kleines Käsemuseum. Allen Erwartungen entgegen schneien hier Großteils junge Leute hinein. Man scheint wieder auf den Käse gekommen zu sein. Soviel zum Thema  -Back to the roots-.

Einen hohen Erkundungswert hat zudem der Laden Karavanserai.  Hier stauen sich außergewöhnliche und selten zu Gesicht bekommene Reichtümer. Insbesondere handgefertigte und teils sehr alte Textilen wie Schmuckstücke aus aller Herren Länder. Man hat den Eindruck, als versammle sich hier ein jeder Kontinent. Im besonderen Asien, Afrika und Lateinamerika. Wenn schon nicht zum kaufen, sollte man sich doch zumindest für ein paar Minuten an dem hier zu betrachteten Fundstücken im Geiste bereichern.

Hat man es dann aus den Läden herausgeschafft, beladen mit jeder Menge Tüten, lässt sich eigentlich immer noch nicht an eine Pause denken. Viel zu spannend ist das Straßengeschehen, viel zu bunt das Bild der Passanten. Die Gassen Maastrichts lassen nichts zu wünschen übrig. Und so bummelt man ein wenig hier und dort.

 

Lunch und Wellness

Gegen Mittag dann finden wir uns zum Lunch im Wyck ein. Ein kleines gemütliches Bistro. Look: leger,  im Stile Route 66. Kliente:  Studenten und shopping queens. Speisen: Hervorragend. Für wenig Geld gibt’s viel und vor allem Gutes auf den Teller. Sogar der Orangensaft ist frisch gepresst.

Mit vollen Taschen wird anschließend im Apple Park Hotel eingecheckt. Ein großer neumodischer quadratischer Bau, welcher es Einem an nichts fehlen lässt. Von dort aus geht es gleich zur Thermae 2000. Diese befindet sich zwar nicht im Kern Maastrichts, ist aber dennoch schnell und gut erreichbar.  Die Thermae 2000 trägt den Beinamen „World of Wellness“. Und genau das ist sie auch. Ein riesiger Komplex, eingebettet in  Grünanlagen. Von Sprudel- bis Thermalbädern, Saunen und Dampfbädern ist hier alles zu finden. Das Sahnehäubchen stellen die Massagen und Kosmetikbehandlungen dar. Die Kirsche auf der Torte: In der Thermae 2000 kann man selbst auf höchstem Niveau dinieren. Wie das ausschaut? Ganz einfach, eingemummelt in weiße Bademäntel, die zur Ausstattung der Therme gehören, sitzt man im leicht abgedunkelten und angewärmten Raum beisammen und lässt es sich gut gehen. Kerzenschein inklusive.

Von der Thermae 2000 zurück in die Innenstadt,  geht es ins hoch exklusive Restaurant Florian, welches zu den Les Tables- Restaurants gehört. Das Restaurant zeichnet sich durch zweierlei Dinge aus:  Fair gehandelte Lebensmittel, Verarbeitung regionaler Produkte und ein gehobener Service.  Zwar munden die ausgewählten Speisen bestens, schlagen sie doch aber auch entsprechend auf den Geldbeutel. Vom Restaurant aus heißt es daraufhin das Nachtleben Maastrichts zu erkunden. Bei der allmählich einkehrenden Dunkelheit lernt man die warm gelben Leuchtketten der Lokale schätzen, die für ein beeindruckendes schönes Ambiente sorgen. Am Ufer der Maas ist weißer Kieselsand gestreut, welcher die Nacht erhellt. Jung und alt ist an diesem Samstagabend hier draußen zu finden. Freudige Ausrufe, ob auf englisch, französisch oder sonst einer Sprache, ziehen sich entlang der an Florenz erinnernden Gassen.

 

Kultur pur

Am nächsten Tag treffen wir uns am Theater aan het Vrijthof mit Viviane Pinckaers, Fremdenführerin des VVV Maastrichts. Die gutgelaunte und sympathische Dame schafft es tatsächlich jede Menge Wissenswertes sowohl zeitlich kompakt, als auch interessant zu vermitteln.

Nach Amsterdam sei Maastricht die Stadt mit den meisten altertümlichen Monumenten. Die antiken Gebäude zu halten erwies sich irgendwann jedoch als sehr kostspielig. Als Lösung gedachte man eine Universität zu gründen. Die Strategie war die Folgende: Man beabsichtigte, all die alten Gemäuer als Universitätsräumlichkeiten zu nutzen, um diese (und vor allem deren Restaurierung) somit finanzieren zu können. Das Vorhaben klappte. Heute macht grad dies den besonderen Charme der Universität aus. Selbst das alte Kloster der Stadt wurde in ein naturhistorisches Museum umgewandelt. Allein der Anblick der äußeren, mit Blumen umrankten Gemäuer lädt zum träumen ein. Kein Stück künstlich wirkt das Museum. Ähnlich die Bibliothek, die einst Armenhaus und Krankenhaus war.

Ein besonderes Event sei in Maastricht unteranderem die TEFAF (The European Fine Art Fair), eine Kunstmesse, die in der Regel im März stattfindet. Kunstinteressierte aus aller Welt finden sich dann in Maastricht ein. Nicht selten sieht man zu diesen Zeiten auch so manchen Scheich durch die Gassen schlendern. Im Übrigen bewog es selbst Größen wie Karl Marx, Perioden ihres Lebens in Maastricht zu verbringen.

Auf unser Lob, dass beinah jeder Maastrichter zwischen deutsch, englisch und französisch zu switchen weiß, kommentiert Pinckaers:  Die Maastrichter sind das Fremde nun mal gewöhnt. Man sei halt international ausgerichtet, einfach, weil es der Maastrichter nicht anders kenne. Das spiegelt sich im vielem wieder: Der Sprache, dem offenen Wesenstyp der Menschen, wie sogar in ihren Namen. Die Stadt unterlag die Jahrhunderte lang so mancher Fremdherrschaft. Wie zum Beispiel den Spaniern. Auch heute tragen noch einige Maastrichter deshalb Nachnamen wie „da Costa“.

Ob also zum Studieren, nur für ein Wochenende oder ein längerer Erholungsurlaub,- das aufblühende Maastricht ist einen Besuch allemal wert.