Museum Frey in Augsburg – Sammeln mit Sachverstand

 

 

 

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von

Solveig Grewe

Zärtlich streicht Walther Frey über das geschwungene Blechkleid eines roten Mazda MX-5 aus dem Jahr 2003. Eine der seltenen Coupéversionen ohne das Stoffdach, das zweifelsfrei bis heute zur weltweiten Beliebtheit des japanischen Roadsters beigetragen hat. Gerade mal 400 Stück wurden davon gebaut. Eines davon gehört dem Mazda Händler Frey in Augsburg. In mehr als 30 Jahren hat er alle Modelle von Mazda aus aller Welt zusammengetragen und liebevoll restauriert. Über 120 Autos gehören ihm, eine Auswahl davon steht jetzt in einem ehemaligen Straßenbahnendepot in Augsburg. Alle sind jederzeit fahrbereit, betont der gelernte KFZ-Mechaniker, während er stolz die Tür eines schneeweißen Cosmo öffnet. Mit diesem ersten Auto von Mazda mit Wankelmotor begann die Sammelleidenschaft von Frey, die er seinen beiden Söhne Joachim und Markus vererbt und denen er inzwischen das Tagesgeschäft in den drei Autohäusern überlassen hat.

 

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Im Oktober wird der Lebenstraum von den dreien Wirklichkeit, wenn das „Automobil Museum Frey“ eröffnet und auf mehr als 10 000 Quadratmetern dort, wo früher die Straßenbahnen standen, Exponate wie ein Lastendreirad aus dem Jahr 1950, ein Bus aus dem Jahr 1976 oder ein Geländewagen, der Anfang der 1970er Jahre ausschließlich in und für Burma gebaut wurde, gezeigt werden.

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Heute präsentiert Mazda hier und auf den Straßen um Augsburg den neuen Mazda3, dessen schicke Optik aus gutem Grund weitestgehend unverändert blieb und der im Juni mit einem zusätzlichen kleinen Diesel starten wird. Der aus dem Mazda2 und CX-3 schon bekannte „Sky Active“ Vierzylinder leistet 105 PS und arbeitet bei einem sehr niedrigen Verdichtungsverhältnis von 14,8 :1. Die Verbrennung läuft so bei niedriger Temperatur ab, was zu weniger Stickoxyd- Emmissionen führt und eine Abgasnachbehandlung entbehrlich werden lässt. Das maximale Drehmoment von 270 Newtonmetern liegt bei 1600 Umdrehungen an, für den Spurt von 0 auf 100 km/h lässt sich der kleine und angenehm leise Selbstzünder ohne nennenswertes Turboloch elf Sekunden Zeit. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 180 km/h. Ein gut abgestimmtes und angenehm straffes Fahrwerk im Zusammenspiel mit der leichtgängigen Lenkung verführen nach zügiger Fahrt auf der Autobahn jetzt auf Kurvenstrecken zu ambitionierter Fahrweise, was der Bordcomputer mit knapp sechs Litern anstelle der angegebenen 3,8 Liter Verbrauch quittiert. Den Mazda3 mit dem neuen Basisdiesel und manuellem Sechsganggetriebe gibt es ab 25.190 Euro, mit Automatik rufen die Japaner 24 990 Euro auf.