Schick und sportlich – der Subaru Levorg

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Von Solveig Grewe

Ein Teil der berechneten Strecke liegt abseits befestigter Straßen, meldet das Navi. Noch treibt es unseren Kombi über einen Asphaltstreifen, der quer durch ein verlassenes Gehöft in der Emlia Romana verläuft. So ganz auf dem richtigen Weg scheinen wir hier aber nicht zu sein. Ein Wendemanöver verläuft im Schlamm. Prompt bedecken braune Spritzer die frisch gewienerte  Motorhaube mit der auffälligen Hutze, die Kotflügel und die schräg geschlitzen Scheinwerfer unseres stylisch gezeichneten Subaru Levorg. Das ist genau das, was die Fangemeinde des japanischen Herstellers so schätzt. Diesen hemdsärmeligen Hauch von Abenteuer, das aber dank der Kraft der vier Räder, die bei dem japanischen Allradspezialisten immer an Bord sind, nie so ganz ins Abseits führen wird. Dies gilt auch für den neuen Levorg, dessen Name der  kunstvollen Verknüpfung vom jetzt abgelösten Le(gacy), reVOlution und touRinG fogt. Obwohl die Länge des von Subaru als Sportcombi bezeichneten Fahrtzeugs mit 4,69 Meter gegenüber dem Vorgänger um zehn Zentimeter schrumpfte, profitieren die Knie der Passagiere hinten von dem auf 8,5 Zentimeter angestiegenen Abstand von Rückbank und Vorderlehne. Dank seiner Raumfülle bietet er bis zu fünf Personen und mit einem Kofferraumvolumen von 522 bis 1446 Litern hinter der niedrigen Ladekante auch für ihr Gepäck ordentlich Platz.

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Der Innenraum wirkt mit Metalldekors und Klavierlackapplikationen und den belederten Sitzen mit den hübschen Ziernähten, die sich am Armaturenbrett und in den Türverkleidungen wiederfinden schick, aber nicht abgedreht. Ebensowenig abgedreht tritt der neue 1,6 Liter Vierzylinder Benziner mit Direkteinspritzung und Turboaufladung auf. Anders als in Japan, wo es den Levorg auch mit der stärkeren 200 PS – Variante gibt, kann man ihn in Europa nur in einer 170 PS Variante ordern. Wenigstens entfällt so die Qual der Wahl. Die Frage, ob Benziner IMG_3680oder Diesel stellt sich erst gar nicht. Auf einen Selbstzünder verzichtet Subaru für den Levorg auf absehbare Zeit in allen Märkten. Das mag im größten Markt USA Sinn machen, lässt sich hierzulande aber nur wegen der nur geringen Bedeutung des Flottengeschäfts von Subaru erklären. Wobei sich der aufgeladenen Benziner in Zusammenarbeit mit dem serienmäßigen stufenlosen Automatik-Getriebe, abgesehen von einer leichten Anfahrtschwäche beim IMG_3711Beschleunigen, recht ordentlich ins Zeug legt. Das Drehmoment von 250 Newtonmetern steht bereits ab 1800 Umdrehungen zur Verfügung. Den Sprint von 0 auf 100 Km/h erledigt der Levorg in 8,9 Sekunden, die Spitze liegt bei 210 km/h. Bei Subaru ist man im Levorg im sogenannten intelligenten Fahrmodus unterwegs, wenn es entspannt zugehen soll. Der Sportmodus sorgt für adäquate Beschleunigung bei allen Geschwindigkeiten. Bei intelligenter Fahrweise bleibt der Verbrauch des dann angenehm leisen Motors mit etwas über 8 Litern durchaus im Rahmen des Verträglichen.

Ab der zweiten der drei Ausstattungsstufen sind die neuen Assistenzsysteme von Subaru für Fernlicht, toten Winkel und Querverkehr an Bord. Sieben Airbags sind grundsätzlich dabei, ebenso wie unter anderem Licht – und Regensensoren, eine Zweizonen-Klimaautomatik, eine Rückfahrkamera, der Tempomat und ein Audiosystem. Für das Navigationssystem muss man erst  in der Topausstattung nichts extra zu zahlen. Zu haben ist der Levorg  ab 28.900 Euro, die teuerste Variante mit Namen Sport kostet ab 34.900.