Der mit dem Adlerauge sieht – der aufgefrischte Subaru Outback

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Von Solveig Grewe

Unwegsames Gelände hat auf dieser Erde viele Namen. Wüste, Steppe, Tundra oder Pampa. In Australien heißt es Outback. Nicht von ungefähr gab es einem der Geländegänger von Subaru seinen Namen. Mit dem Outback erfand der japanische Allradspezialist vor 20 Jahren das Segment der geländegängigen Kombis. Jetzt geht auch in Europa die mittlerweile fünfte Generation des Mittelklässlers in den Handel. Der Outback, eigentlich ein hochbeiniger Kombi mit 20 Zentimetern Bodenfreiheit, steht mit der geraden Motorhaube, dem markanten Kühlergrill und den spitzer zulaufenden hinteren Seitenfenstern deutlich präsenter als vorher auf der Straße. An Länge hat er zweieinhalb Zentimeter und an Breite zwei Zentimeter hinzugewonnen. Eindeutiges Plus für die Insassen, die in der ersten und zweiten Reihe mehr als ausreichend Platz für sich selbst und im Kofferraum 559 Liter für ihr Gepäck (+33 Liter) vorfinden.

Mit der Lineartronic zeigt sich der Diesel zwar nicht dynamisch, aber komfortabel

Für den Antrieb gibt es die beiden bekannten Boxermotoren, beide überarbeitet und damit jetzt Euro 6 konform. Der 2,5-Liter-Benziner mit 175 PS kommt ausschließlich mit dem stufenlosen CVT-Getriebe Lineartronic, der 2,0 Liter Diesel mit 150  PS auch mit dem manuell schalterbaren P1140794Sechsganggetriebe. Mit der hauseigenen stufenlosen Automatik scheint uns der Diesel zwar nicht gerade sonderlich dynamisch, meinen Tritt auf das Gaspedal kommentiert er eher knurrig. Auf längeren Strecken in mittleren Drehzahlbereichen zeigt sich der Outback damit dann aber sehr komfortabel und mit insgesamt etwas über acht Litern auch noch einigermaßen genügsam im Verbrauch.

Der Assistent EyeSight funktioniert wie das menschliche Auge 

Bei den Assistenzsystemen kommt  „EyeSight“ jetzt auch in Europa zum Einsatz. Ein Sicherheitssystem, das ausschließlich Kameras zur Umfeldüberwachung vor dem Fahrzeug nutzt. Es ist nur in Kombination mit der stufenlosen Automatik erhältlich, dann aber serienmäßig an Bord. Das System ist laut Subaru deutlich preisgünstiger als auf Radar basierende Assistenten und aufgrund der Lage der Kameras am oberen Rand der Windschutzscheibe weniger witterungsempfindlich. Das von den beiden Kameras gelieferte Stereobild wird permanent mit den im Rechner gespeicherten Mustern abgeglichen und  koordiniert die Abstands- und Geschwindigkeitsregelung, den Bremsassistenten und den Spurhalte- und Leitassistenten. Bei drohendem Abweichungen und vor Kollisionen warnen die Assistenten nicht nur durch energisches Piepen, sondern greifen durch Bremsen oder Lenken auch ins das Geschehen ein. Damit EyeSight auch im Dunkeln Fußgänger, Fahrradfahrer oder mindestens ein  Meter große Hindernisse erkennen kann, haben die Japaner den Outback jetzt mit leuchtintensiveren LED-Scheinwerfern ausgerüstet. Das soll als Lichtquelle für die Kameras reichen, dürfte aber bei dichtem Nebel auch nicht mehr helfen.

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Datenblatt: Subaru Outback 2,0 D, 2,0 Liter Boxer Diesel,Vierzylinder, 1998  ccm Hubraum, 150 PS, 350 Newtonmeter, Höchstgeschwindigkeit: 200 km/h, Beschleunigung: 9,9 sec., Abgas: 145 g/km, Verbrauch: 6,1 Liter, Preis: ab 34 400 Euro