Gazelle Musik-Tipps | Ausgabe #15: Alexia Coley – Keep The Faith

Von Alia Mohammed

Alexia Coley – Keep The Faith

Jalapeno Records

alexiacoleyAlexia Coley scheint einer Zeitmaschine entstiegen zu sein. Doch es ist nicht nur ihre Erscheinung, die einen in die goldenen Zeiten des Jazz und Swing der 1940er und 50er zurückversetzt – die gebürtige Londonerin singt mit einer Stimme, die an die Legenden des Jazz wie Dinah Washington, Bessie Smith oder Billie Holiday denken lässt.

Passend sind es auch oft schmerzhafte Auseinandersetzungen mit den Themen Liebe und Beziehungen in all ihren Facetten, die Coley in ihren Songs beschreibt. „Something’s Going Down“ ist so ein Song; er handelt von der Enttäuschung, die man fühlt, wenn klar wird, dass die Person, in die man verliebt ist, immer noch an ihrem Ex hängt. Viele von Coleys Texten sind autobiographisch und nicht selten mit einem melancholischen Unterton versehen.

Doch Alexia Coley weiß auch, wie man die Menschen auf die Tanzfläche bekommt. Auf dem 13-Track-starken Album Keep The Faith sind auch funkige Nummern wie etwa „Jekyll & Hyde“ oder das swingende „Promised You’d Be There“, bei dem ich sofort an eine Tanzfläche voll wippender Petticoat-Röcke, wirbelnder Beine und schnippender Hände denken muss.

In der West-Londoner Live-Musik-Szene ist Alexia Coley ein „bunter Hund“. Ebenso wie mit klassischen Livebands fühlt sie sich jedoch auch mit DJs und Rappern wohl.

Der Titelsong des Albums, „Keep the Faith“, ist nicht nur der abschließende Track, sondern auch immer der letzte, den Alexia bei ihren Liveauftritten vorträgt. Geschrieben in einer Zeit der Hoffnungslosigkeit, gibt er dennoch Hoffnung und sorgt für Gänsehaut. Jede von uns kennt dieses Gefühl und dieses Album ist eine schöne Erinnerung, dass man den Glauben an seine Leidenschaft – was auch immer diese sein mag – nicht verlieren soll.

Das Video „Keep The Faith – Alexia Coley“:

Das Album „Keep The Faith“ von Alexia Coley erscheint am 14. November 2014.