Signal aus Japan – der Nissan Juke

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Von Solveig Grewe

Ganz sicher freuen sich BVB-Fans, wenn sie ihr Auto schon von weitem auf jedem Parkplatz dieser Welt erkennen können. Das setzt allerdings voraus, dass sie beim ohnehin schon sehr auffälligen Nissan Juke auch noch zur Farbe „Sunlight Yellow Metallic“ greifen. Das auf 4,14 Metern Länge verteilte knallige Gelb sorgt neuerdings in Verbindung mit tiefschwarzen Schwellern für eine deutliche und von den Japanern auch so gewollte Signalwirkung. Nach über einer halben Million verkaufter Fahrzeuge hält sich Nissan bei dem Facelift des Juke an die Devise „never change a running system“ und setzt 40 Monate nach dem ersten Auftritt des Kompakt-SUV auf neue Außenfarben sowie unzählige Möglichkeiten, Außenspiegelkappen, Seitenschweller, Dachspoiler, Türgriffe, Scheinwerfereinfassungen, Mittelkonsole und Lüfterrahmen passend oder in Kontrastfarben zu dekorieren.

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Nur behutsame Veränderungen beim gelifteten Juke

Ansonsten belaufen sich die Neuerungen auf einen überarbeiteten Kühlergrill, eine robustere Umgestaltung unterhalb des Stoßfängers, LED-Tagfahrleuchten und eine stärkere Ausformung des Heckstoßfängers. Sehr zu Herzen P1060293gegangen ist den Japanern offensichtlich die Kritik an dem doch arg knapp bemessenen Kofferraumvolumen des Fünftürers. Da verzichtete Nissan in den Frontantriebsversionen kurzerhand auf das Reserverad im Laderaum, der jetzt über die recht hohe Ladekante zwischen 354 und 1.189 Liter und damit 40 Prozent mehr als vorher in sich aufnehmen kann.

Auf Wunsch sorgt ein Panoramadach für frische Luft 

Auf dem leicht erhöhten Fahrersitz, gerne auch in Leder, sitzt es sich gut und wem die frechen gelben Farbtupfer darum herum nicht zusagen, der muss sich dann halt für eine Uni-in-Uni-Variante entscheiden. In den beiden oberen Ausstattungslinien kommt der Juke auf Wunsch mit einem Panoramadach P1060294daher, das sich weit nach hinten öffnen und frischen Wind ins Innere lässt. Über NissanConnect mit einem 5,8 Zoll großem FarbTouchscreen lassen sich per Smartphone-Einbindung Wettervorhersagen aufrufen und Hotels, Tankstellen oder Restaurants suchen.

Einstiegsmotor bleibt der Benziner mit 94 PS

Insgesamt fünf Motorvarianten stehen für den Juke zur Verfügung. Während das Angebot der Selbstzünder mit bis zu 117 PS unverändert bleibt, erhält die Benzinpalette Zuwachs. Der neue 1,2 Liter große Turbo-Vierzylinder, der jedoch zum Preis von ab 18 800 Euro den beiden oberen Ausstattungslinien vorbehalten bleibt, sorgt mit 115 PS und in Kombination mit dem manuellen und gut schaltbaren Sechsgang-Getriebe für ordentlichen Vortrieb. Der angegebene Verbrauch liegt bei 5,6 Litern auf hundert Kilometer. Einstiegsmotor ist weiterhin der 94 PS starke 1,6-Liter-Benziner, mit dem der Juke mit ab 15 450 Euro bezahlt sein will. Für ihn steht ebenso wie für das Topmodell mit 190 PS, das es weiterhin auf Wunsch mit Allrad-Antrieb gibt, ein stufenloses Getriebe zur Verfügung, mit dem der Juke aber weniger dynamisch unterwegs ist als er von außen aussieht.

 

Nissan Juke 

1,2 Liter Vierzylinder Benziner,  Hubraum: 1197 ccm, kW (PS) bei U/min: 85  (115) bei 4500 U/min, max. Drehmoment: 190 Nm bei 2000  U/min, Höchstgeschwindigkeit : 178 km/h, Beschleunigung: 0 auf 100 km/h :10,8  Sekunden, Abgas Co2 : 129 g/km, Verbrauch: 5,6 Liter pro 100 km, kombiniert, Preis: ab 18 800 Euro