BUCHTIPPS: Sachbuch – Biografie – Unterhaltung – Bildung

Mal wieder in der Buchhandlung oder Online erschlagen von all dem Bücherangebot? Gazelle versucht zu helfen!

 

*BIOGRAFIEN*

how to be a woman (c) Ullstein

how to be a woman (c) Ullstein

Caitlin Moran – how to be a woman (Wie ich lernte, eine Frau zu sein)
Ullstein, 16,99€, 383 Seiten

Der Bestseller aus England erzählt die Geschichte der 15-Jährigen Caitlin Moran, die im wahrsten Sinne des Wortes nullkommanull Freunde hatte. Aber viel Zeit ihren ersten Roman zu schreiben, ‘Die Chroniken von Narnmo’. Mit 16 fing sie an für die Musikzeitschrift Melody Maker zu schreiben und mit 18 moderierte sie für kurze Zeit auf Channel 4 die Popsendung Naked City.
Daraufhin arbeitete sie 18 Jahre lang als Fernsehkritikerin für THE TIMES. In ihrem aktuellen Buch how to be a woman erzählt sie ihren Weg zur Emanzipation und stolzen Feministin. Sehr unterhaltsam, erfrischend und mit Haltung.

 

Serena (c) Brockmeyer

Serena (c) Brockmeyer

Gisela Knaup – Serena (Ein halbes Leben in Deutschland)
Brockmeyer Verlag, 19,90€, 211 Seiten

So mancher denkt hierzulande: Was haben diese vielen Ausländer eigentlich in Deutschland zu suchen? Serena erzählt die Lebensstationen einer brasilianischen Einwandererin mit deutschem Pass: Stolpersteine und Schwierigkeiten, Erfolge und Perspektiven.

1990 fährt eine junge Frau von Brasilien, wo sie als Lehrerin gearbeitet hat, nach Deutschland, um dort zwei bis drei Jahre zu studieren. Sie kommt zum Studium ins Ruhrgebiet und lebt hier nicht zwei, sondern mehr als 20 Jahre. Sie heiratet einen Südafrikaner und in zweiter Ehe einen tamilischen Flüchtling mit zwei deutschen Kindern. Jahrelang kämpft sie mit Behörden und mit interkulturellen Konflikten, erreicht aber letztendlich den ersehnten Studienabschluß, einen deutschen Pass und eine Stelle als Pädagogin. In ihrer neuen Heimat wider Willen führt Serena ein anstrengendes Leben mit vielen Schwierigkeiten, Umwegen, Widerständen und Rückschlägen, aber auch mit Unterstützung durch Freunde und Fremde. Die Lebensgeschichte einer jungen Frau, die oft zwischen zwei Stühlen sitzt und doch nicht aufgibt, bis sie sich, erfolgreich integriert, im Ruhrgebiet zu Hause fühlt. Eine romanhafte Biographie über ein halbes Leben in Deutschland intensiv, turbulent, ungewöhnlich.
Neben all den muslimisch-türkisch-arabischen Biografien eine interessante Abwechslung.

 

Bossypants (c) Rowohlt

Bossypants (c) Rowohlt

Tina Fey – Bossypants (Haben Männer Humor)
Rowohlt Polaris, 13,95€, 281 Seiten

Die erfolgreichste Comedy-Frau der Welt erzählt ihre Geschichte. Die Geschichte eines schüchternen, wenig selbstbewussten Mädchens aus der Vorstadt, das als Kind nicht sehr ansehnlich war, als Studentin immer mit den Schwulen rumhing, mal zu dünn war, mal zu dick, aber nie richtig, und sich dann vornahm, die letzte Männerbastion zu knacken: die Welt der Comedy.
Tina Fey hat gekämpft und auch gesiegt – und doch ist ihr klar, dass selbst die emanzipierteste Frau der Welt die Waffen strecken muss, wenn es um Themen wie «zu breite Hüften» oder «Winkfleisch» geht.
Köstliche Pointen mit einem klugen Blick auf die amerikanische Gesellschaft und Medienwelt.

 

 

 *SACHBUCH*

Weiblich, Jung, Flexibel (c) Herder

Weiblich, Jung, Flexibel (c) Herder

Felicitas Pommerening- Weiblich, Jung, Flexibel (Von den wichtigen Momenten im Leben und wie man sie am besten verpasst)
Herder, 14,99€, 178 Seiten

Die Freundinnen Carlynn und Ellen haben ihren Universitätsabschluss in der Tasche und stehen vor den großen Fragen: Was wollen wir eigentlich? Wie sieht die Zukunft aus? Traummann? Kinder? Job? Bei ihrer Suche nach Antworten stoßen sie auf die Schwierigkeiten, die viele haben: Beruflicher Druck steht gegen eigene Wünsche; persönlicher Ehrgeiz gegen die Einflüsse von Freunden und Familie. Und die Sehnsucht nach Selbstverwirklichung muss immer wieder abgewogen werden gegen die Erwartungen der Gesellschaft.
Felicitas Pommerening schreibt über eine Generation, die mehr Möglichkeiten hat als jede andere zuvor, und über die Schwierigkeiten, dabei das eigene Glück zu finden.
Das Buch gibt Einblicke über die Gedanken der heutigen Frauengeneration in Deutschland.

 

 

Die Feigheit der Frauen (c) C. Bertelsmann

Die Feigheit der Frauen (c) C. Bertelsmann

Basch Mika – Die Feigheit der Frauen
C.Bertelsmann, 14,99€, 254 Seiten

Die Autorin Bascha Mika sagt: Genug mit dem Geschlechtertheater! Frauen betrügen sich selbst. Geben wir es zu: Wir Frauen haben es vermasselt und pflegen unsere Geiselmentalität. Wir fordern ein eigenes Leben und stolpern doch in die selbstverschuldete Unmündigkeit. Wir reden von Selbstbestimmung und erliegen doch der Faszination traditioneller Rollen. Rhetorisch sind wir emanzipiert, doch in der Praxis versagen wir jämmerlich. Wir ordnen uns unter. Freiwillig. Weil es bequem ist, weil wir Konflikte scheuen, weil wir davon profitieren. Frauen sind zu feige.
Sie fordert von sich und anderen Frauen den Mut, dem selbstgewählten Rückfall in alte Rollenmuster zu widerstehen und sich vom Selbstbetrug zu verabsichtigen. Ein Debattenbuch, was ein Nachdenken über weibliches Leben in Deutschland anregt.

 

 

 

Danke, emanzipiert sind wir selber (c) Piper

Danke, emanzipiert sind wir selber (c) Piper

Kristina Schröder – Danke, emanzipiert sind wir selber! (Abschied vom Diktat der Rollenbilder)
Piper, 14,99€, 240 Seiten

Die Autorin meint, Feministinnen wie Alice Schwarzer und Strukturkonservative wie Eva Herman haben eines gemeinsam: Sie wissen genau, wie das richtige Frauenleben auszusehen hat. »Hört auf damit!«, sagt Kristina Schröder. »Wir brauchen keine Rollendiktate, weder von der einen noch der anderen Seite, und auch nicht von der Politik.«
Kristina Schröder hat Karriere gemacht und gerade ein Kind bekommen. Steht sie deshalb für ein Leitbild, an dem junge Frauen sich orientieren sollen? Nein, sagt sie, die Frauen von heute brauchen keine Leitbilder! Feministinnen machen den gleichen Fehler wie die Strukturkonservativen auf der anderen Seite des politischen Spektrums: Beide schreiben vor, wie das ideale Frauenleben auszusehen hat. »Gefährlich und falsch!«, sagt Kristina Schröder. Frauen (und Männer!) sollen endlich frei wählen können, wie sie ihr Leben gestalten wollen, ob mit oder ohne Familie, mit oder ohne Karriere. Diese Entscheidungen sind privat. Politik sollte keine Leitbilder vorgeben, sondern sicherstellen, dass alle Männer und Frauen Chancen auf ein selbstbestimmtes Leben haben und ihrer Verantwortung in Familie und Partnerschaft gerecht werden können. Welche Wege dahin führen zeigt sie in diesem zugleich politischen und persönlichen Buch.
Ein Buch voller Wohlstandsklagen ohne konkrete Lösungsvorschläge. Lohnt nicht wirklich.

 

*UNTERHALTUNG*

 

Das WG-Lexikon (c) Eichborn

Das WG-Lexikon (c) Eichborn

Markus Henrik – Das WG-Lexikon (Partys, Protest und Prokrastinieren)
Eichborn, 10,00€, 155 Seiten

Was ist eine WG? Eine Keimzelle für politische Agitation? Eine Keimzelle für Keime? Oder doch nur die Anlaufstelle für die Liebe des Lebens und das gleich mehrmals hintereinander mit verschiedenen Personen? Dieses Buch gibt auf all diese und noch viel mehr Fragen ganz besondere Antworten. Und wer genau hinschaut, wird außerdem einige außergewöhnliche Tipps finden, die das WG-Leben von Grund auf bereichern werden!
Ob in einer WG lebend oder nicht, auf jeden Fall ein Lexikon indem das Nachschlagen einen Mordsspaß macht.

 

*BILDUNG*

 

Der Apparat (c)Brunnen Verlag

Der Apparat (c)Brunnen Verlag

Jeannette Schweitzer – Der Apparat (Meine Jahre bei Scientology)
Brunnen Verlag, 9,95€, 128 Seiten

Tom Cruise und Katie Holmes haben sich scheinbar schnell im Scheidungsverfahren geeinigt. Doch können Holmes und ihre Tochter Suri den Scientologen so einfach den Rücken kehren? Welche Gefahr droht Katie durch Scientology? Jeannette Schweitzer hat ihre eigenen Erfahrungen mit Scientology gemacht. Als jahrelanges Mitglied der Organisation wurde sie Opfer psychischer Manipulation, Erpressung und krimineller Machenschaften. Erst als sie sozial völlig isoliert und finanziell ruiniert war, schaffte sie den Ausstieg aus dem System.
In ihrem Buch „Der Apparat – Meine Jahre bei Scientology“ schildert Schweitzer das Innenleben der Organisation und ihre Erlebnisse.

 

 

 

 

Wegweiser (c) Wochenschau Verlag

Wegweiser (c) Wochenschau Verlag

Hsg. Stephan Bundschuh, Ansgar Drücker, Thilo Scholle – Wegweiser „Jugendarbeit gegen Rechtsextremismus“
Wochenschau Verlag, 19,80€

Das erste Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts kann als Jahrzehnt der „Normalisierung“ von Rechtsextremismus und einer ihn kritisierenden gesellschaftlichen Praxis bezeichnet werden. Dazu gehört die Einsicht, dass das Thema Rechtsextremismus dauerhaft auf der pädagogischen und politischen Agenda bleibt. Die Zeit scheint daher reif für ein Zwischenfazit, zumal durch das Bekanntwerden der NSU-Morde eine neue und vermutlich wiederum vorübergehende Welle der öffentlichen Aufmerksamkeit auf das Thema Rechtsextremismus gerichtet ist, die für Weichenstellungen in der Gesellschaft, aber auch in der Jugendarbeit genutzt werden kann.
Der Wegweiser „Jugendarbeit gegen Rechtsextremismus“ stellt die Standards der Jugend(sozial)arbeit, zentrale Aspekte einer Pädagogik in Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus und aktuelle Diskussionen um Demokratie- und Menschenrechtspädagogik vor. Praxisreflexionen und ein Planspiel leuchten das Spektrum dieser Jugendarbeit aus. Das Buch bündelt aktuelle Forschungsperspektiven und bietet eine reflektierte und praxisorientierte Handreichung für Akteure der Jugendarbeit und der politischen Bildung. Der Praxisteil der Buchveröffentlichung enthält beispielsweise das von IDA e. V. entwickelte Planspiel „Braucht Cityville eine Bürgerwehr?“ mit Anleitungen und reflektierten Praxiserfahrungen.