BERLIN: 17. Black International Cinema Berlin 2012 vom 02. – 06.Mai 2012

Black International Cinema Berlin 2012

Black International Cinema Berlin 2012

“View to the Future – The Flag still flies – Blick in die Zukunft – Die Flagge weht noch”

Vom 2.-6. Mai 2012 präsentiert Fountainhead® Tanz Theatre unter der Leitung von Prof. Gayle McKinney Griffith und Prof. Donald Muldrow Griffith die 27. Ausgabe des Black International Cinema Berlin.

Bereits zum vierten Mal wird die Veranstaltung in Kooperation mit der Integrationsbeauftragten des Bezirks Tempelhof-Schöneberg im John-F.-Kennedy-Saal, Kinosaal und in der Bibliothek des historischen Rathauses Schöneberg durchgeführt.

Unter dem Titel ”A COMPLEXION CHANGE – Transnational & Intercultural Diplomacy / View to the Future – The Flag Still Flies” werden an 5 Tagen eine Vielzahl an interkulturellen Perspektiven gezeigt.

Bis zu 50 Filme stehen auf dem Programm, darunter Spielfilme, Dokumentationen, Kurzfilme, Animationen und Experimentalfilme. Vertreten sind Produktionen aus Iran, Spanien, Frankreich, den USA, Deutschland, Großbritannien, Kap Verde, Kolumbien, Kanada, Uganda, Italien und dem Kongo.

Im Zentrum des Festivals stehen Filme aus der afrikanischen Diaspora und Beiträge, die sich mit interkulturellen Themen und Sichtweisen befassen. Die Filme spiegeln ein weites Spektrum an Erfahrungen wider und bieten intime und authentische Einblicke in Welten, die uns oftmals verborgen bleiben.

Gezeigt werden u.a. folgende Produktionen:

Die mit Liebe und Hingabe produzierte US-Dokumenation “Flow Affair” von Wolfgang Busch. Er beschreibt eine neue und ungewöhnliche multikulturelle, urbane Popkultur aus der Lesben-, Schwulen-, Bisexuellen-, Transgender-Szene. Diese zeigt den Reichtum der Tanzgemeinschaft des Flag, Fan, Poi und Floguing, die seit über 30 Jahren von New York City, San Francisco und Sao Paulo aus die Gay-Disco-Tanztradition weitergibt und entwickelt.

Herzzerreißend und ausdrucksstark erinnert sich ein junger Vater in dem US-amerikanischen Experimentalfilm “Swimmin’ Lesson” unter der Regie von Shahari Moore und Christine List an das Schicksal seines Sohnes während des Hurrikans Katrina.

In der spanisch-französischen Dokumentation “Danse La Danse, Nacho Duato” von Alain Deymier bekommen wir Einblicke in die kreative Gedankenwelt von Nacho Duato, der sich am Bolschoi-Theater verbeugt und nach 20 Jahren als Leiter der Spanish National Dance Company Abschied nimmt.

Sehr beeindruckend und inspirierend beschreiben Hugo Serra und Daniel San Román in “Un Milagro Bastante Probable / Quite a Possible Miracle” ihre Odyssee als Filmregisseure, die sie 8 Jahre erlebten, um letztendlich ein filmisches Wunder zu vollbringen.

Die iranische Animation “Adamha / Human Beings” unter der Regie von Mashaallah Mohammadi zeigt mit überzeugenden minimalistischen Mitteln die Abgründe menschlichen Verhaltens.

In der Geschichte des iranischen Filmemachers Amir Hossein Torabi erfahren wir von den kreativen Fantasien eines Jungen, der eigene Vorstellungen von einer guten Familie hat.

Um das zweifelhafte Erbe der Segregation und deren Aufhebung mit Blick auf die afrikanisch-amerikanische Bildung geht es in der US-Dokumentation “A Separate Place (The Schools P.S. DuPont Built)”.

Unter der Regie von Rob Underhill und durch die brilliante Schauspielkunst von Mike Wiley, der die gesamte Besetzung von 36 Rollen selbst übernimmt, erzählt der Spielfilm “Dar He: The Lynching of Emmett Till” die auf Tatsachen beruhende Geschichte von Emmett Till. Der 14-jährige Junge aus Chicago reist 1955 in die Südstaaten der USA. Er kommt in eine Welt, die geprägt ist durch die strikte Trennung der Hautfarben, ein tief verwurzeltes Kastensystem und unsägliche Verbote. Emmett überschreitet die Grenzen und läuft direkt in sein grausames Schicksal.

In dem US-Spielfilm “The Christmas Tree” von Angel Kristi Williams muss ein Vater eine harte Entscheidung treffen, während seine Tochter zuschaut. Doch nur so bekommt er sein einziges Geschenk für sie, einen Weihnachtsbaum.

“I’m Going to Make a Miracle”, die englische Produktion von Beverly Andrews, zeigt, wie der preisgekrönte türkische künstlerische Leiter um die finanziell gesicherte Zukunft seines Arcola Theaters kämpft.

Ken Wyatt, der bereits 2010 einen Film auf dem Black International Cinema Berlin präsentierte, widmet sich in seinem Dokumentarfilm “Colored Confederates: Myth or Matter of Fact?” der Frage, ob Schwarze aktiv als konföderierte Soldaten am Kampf für die Werte des “Alten Südens” beteiligt waren, und wenn ja, warum? Er wirft Licht auf diese dunkle Ecke amerikanischer Geschichte.

Neben dem Filmprogramm wird das Festival von Diskussionen, Performances, Seminaren und musikalischen Darbietungen begleitet. Thematisch behandeln die Seminare u.a. Gerechtigkeit für Mumia Abu-Jamal, visuelle und darstellende Kunst sowie den Flughafen Tempelhof als internationalen Ort der Begegnung im Streben nach Freiheit und Zukunft. Unter den künstlerischen Präsentationen werden OKBeat on Stage mit Musik und Texten sowie die Suzuki Violin Group der John-F.-Kennedy-Schule unter der Leitung von Esther Freymadl zu sehen sein.

 

Black International Cinema Berlin bietet einen Ort für den geistigen und künstlerischen Austausch, möchte als eine Oase der Inspiration und Information dienen und dazu beitragen, das Zusammenleben in unserer vielgesichtigen Gesellschaft auf friedliche und konstruktive Weise zu gestalten.

 

Ebenfalls Teil des Festivals ist die nachfolgend stattfindende Fotoausstellung und visuelle Dokumentation “FOOTPRINTS IN THE SAND?” unter der Produktion, Regie und künstlerischen Leitung von Fountainhead® Tanz Theatre, die vom 1. Juli bis 31. August 2012 im Foyer des Rathauses Schöneberg präsentiert wird.

Die Ausstellung dokumentiert die Geschichte des Fountainhead® Tanz Theatre in Verbindung mit

internationalen KünstlerInnen. Sie zeichnet ein Bild der Aktivitäten verschiedener Menschen bei ihren historischen Beiträgen für Berlin und andere Orte, mit der Intention, diese Unternehmungen davor zu schützen, “Footprints in the Sand?” zu werden.

Wir vom XXVII. Black International Cinema Berlin 2012 Festival und der Ausstellung “Footprints in the Sand?” möchten die Erfahrung darin, Herausforderungen zu bewältigen und den Berggipfel zu erklimmen, einmal mehr weitergeben!

Während wir für einen Moment erleichtert aufatmen, hoffen wir, dass unsere Bergbesteigung unseren Mitreisenden als Quelle der Information und Inspiration dient, weltweit!

 

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.

Weitere Infos finden sich hier: www.black-international-cinema.com

 


1 comment

  1. Letztes Wochenende war ich mit meinem Freund in der Diskothek „Die Busche“.
    Ich bin überwältigt von der Musik den Leuten und den Angeboten die es dort gibt.
    Die Busche ist mit Abstand die beste Diskothek die ich jemals besucht habe.

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