Fashion Week Berlin – Der Gazelle A – Z Rückblick

Die letzte Woche stand wieder mal ganz im Zeichen der Fashion Week in Berlin. Auch Gazelle hat sich umgesehen. Nach zwei Tagen durchschnaufen hier nun rückblickend unser modisches A bis Z der vergangenen Tage.

A wie Auma Obama. Die Halbschwester von US-Präsident Barack Obama kam am letzten Tag der Modewoche, um sich die Show „MINX by Eva Lutz“ anzuschauen.

B wie Brandenburger Tor. Dass das Modezelt dort steht, ist für das Image toll, für alle Besucher ohne Shuttle-Service anstrengend. Es gibt keine Parkplätze, die nächste Bahnstation ist hunderte Meter entfernt und der immense Verkehr vor dem Zelteingang nimmt auch keine Rücksicht.

C wie Christina Duxa. Die Münchner Designerin zeigte ihre blumige Kollektion „La Vie en Rose“ im Hotel Adlon und dachte wohl, mit einem „Promi-Namen“ wie Claudia Effenberg als Co-Designerin, verkauft sich ihre Mode besser. Falsch gedacht – kaum eine Show war schlechter organisiert.

D wie Designer. Bei der ersten Fashion Week im Juli 2007 konnte man die Designer noch an zwei Händen abzählen, jetzt zeigten rund 50 Labels ihre modischen Vorschläge für die kommende Herbst-/Wintersaison. Den weitesten Weg hatten übrigens zwei indische Designer.

E wie einfach. Das ist die Fashion Week nie. Vor allem der Anmelde- und Emailmarathon im Vorfeld artet regelmäßig in Hochleistungssport aus.

F wie Fell. Das sah man bei fast jedem Designer. Ob echt oder gewebt, in Form von Jacken, Mänteln oder Pelzstolen, die um Hals oder Oberkörper drapiert wurden. Am schönsten sah das bei Dorothee Schumachers Schau aus. Tierfreunde werden aber alles andere als begeistert sein.

G wie Glööckler, Harald. Der schillernde Modemacher kam zum ersten Mal als Besucher zur Fashion Week. Hatten auch nicht alle Schauen Glamour, er schon. Pompöös!

H wie Hosen. Die gibt es im nächsten Winter vor allem für Männer. Bei Wood Wood als wollene Joggingpants und bei Kilian Kerner als „Hochwasserhose“. Wem’s gefällt. Für die Frau haben die Designer trotz der kalten Jahreszeit auffallend oft Röcke im Angebot.

I wie Issever Bahri. Ein junges Label aus Berlin, das sein viel beachtetes Laufstegdebüt gab. Dahinter stehen die Designerinnen Derya Issever und Cimen Bachri. Sie kombinieren gehäkelte Netze mit glatten Materialien, glänzendes mit Filz. Das Label wurde 2010 gegründet, bereits kurz darauf fand „Woman’s Wear Daily“ lobende Worte.,

J wie Joop, Wolfang. Große Überraschung. Der Modezar tauchte bei der Präsentation seines Ex-Labels Joop! auf. Hinterher bestätigte er: Ja, er will wieder zurück, nach über elf Jahren!

K wie Kaviar Gauche. Das Label zeigte verrückte Brautkleider. Weiße Plisee-Röcke, hochtailliert doch schwingend elegant. Manche Entwürfe auch etwas kürzer, Schultern und Dekolletee werden betont. Rock’n’Roll in weiß. Man muss ein bisschen extravagant sein, um das vorm Traualtar zu tragen.

L wie lang. Das Motto der Fashion Week. Walle-Röcke bis auf den Boden, auch die Haare waren lang. Und die Verspätungen der Shows, teilweise 40 (!) Minuten.

M wie Michael Michalsky. Die Show auf seiner Style Nite war glanzvoller als die Mode, für 1500 Gäste gab’s 1800 Liter Schampus. Auf der Party danach kam alle 5 Minuten jemand mit einem Bauchladen vorbei. Red Bull, Ariel-Fleckenstifte. Man kam sich vor wie auf dem Jahrmarkt.

N wie Nachwuchs. Auch wenn es der in Berlin einfacher hat als anderswo: Für aufstrebende Emporkömmlinge wird immer noch zu wenig getan. Viele Ideen und Kollektionen scheitern oft am Geld. Aber in welcher Branche ist das nicht so?

O wie Overknees. Eigentlich schon aussortiert, sind die Übers-Knie-Stiefel plötzlich wieder da! Etwa bei Wood Wood mit flacher Sohle und mattem Glattleder.

P  wie Promis. Auch die kamen wieder zahlreich, Darunter Julianne Moore, Pierre Sarkozy.

Q wie Qual. Die gab’ s reichlich. Anstehen am Counter, diskutieren über den richtigen Sitzplatz und das oberflächliche Gequatsche der Möchtegern-Fashion-Victims.

R wie Rumsitzen. Die Haupttätigkeit. In der Show, in der VIP-Loge, im Shuttle, beim Frisör, im Restaurant (wenn man einen Tisch bekam). Dennoch jammerten viele:  “Hach, das ist ja alles so anstrengend.” Wer keine anderen Sorgen hat…

S wie Sport- und Straßenmode. Schick und schön anzugucken ist ein Muss. Da Berlin bekanntlich aber immer eine Spur lässiger ist, kommen im Rahmen der Modewoche immer mehr Streetwear-Aussteller in die Stadt. Und immer mehr Anhänger. Jeans geht eben immer.

T wie Tratsch. Auch der gehörte dazu. Welcher Zuschauer trägt was und welcher Promi kam mit wem? Damit könnte man Bücher füllen…

U wie Untergrund. Dort zeigten Unrath & Strano ihre fulminante Kollektion. Genauer gesagt, im U3 Tunnel unter dem Potsdamer Platz. Abgefahren!

V wie Vorschau. Die nächste Fashion Week kommt. Voraussichtlich im Juli.

W wie Wetter. Das war mies. Dauerregen, Windböen, gegen die auch das stärkste Haarspray nicht ankam. Wir hoffen auf die Fashion Week im Sommer!

X wie XXL. Das sah man kaum. Die Models werden immer dünner, auch die Snacks waren mini. Im Sommer bitte Burger und Huhn-Häppchen im XXL-Format!

 

Mehr zur Fashion Week unter www.mercedes-benzfashionweek.com