KÖLN: Japanische Malerei 1400-1900

Goldene Impressionen

Vom 29.10.11 – 04.03.2012

Im Jahr des 150-jährigen deutsch-japanischen Freundschaftsjubiläums gibt “Goldene Impressionen” erstmalig Einblick in die thematische und stilistische Vielfalt der Sammlung des Museums für Ostasiatische Kunst. Zugleich vermittelt die Ausstellung einen Überblick über die wichtigsten Aspekte japanischer Malerei.
Obwohl das Kölner Museum schon im Jahr 1909 gegründet wurde und als erstes Spezialmuseum in Europa seine Pforten 1913 dem Publikum öffnete, wurde die Sammlung japanischer Malerei bisher von deutscher Seite nie als Ganzes gesichtet und kritisch aufgearbeitet. Wichtige Vorarbeiten lieferten Anfang der 1990er Jahre japanische Publikationen. Die Ausstellung und begleitenden Publikationen bilden einen Meilenstein in der Geschichte des Hauses.

Anders als die europäische Malerei lässt sich die Geschichte der japanischen Malerei nicht als eine kontinuierliche Abfolge verbindlicher Stilepochen begreifen. Vielmehr war sie seit dem 10. Jh. gekennzeichnet durch das Nebeneinander einheimischer Stile,

die auch als “Yamato-e” (Malerei von Yamato) bezeichnet werden, mit Stilen und Sujets, die nacheinander aus China bzw. später Europa importiert wurden. Japanische Maler beherrschten nicht selten unterschiedliche, an bestimmte Genres gebundene Stilidiome gleichzeitig.

Die Ausstellung enthält 95 Werke und gibt Aufschluss über zentrale Themen, Formate, Genres und stilistische Konventionen japanischer Malerei. Der Rundgang beginnt mit der Malerei auf Stellschirmen, die im Westen zum Inbegriff japanischer Kunst wurden. Teil 2 zeigt Darstellungen schöner Frauen aus den Vergnügungsvierteln der “fließend-vergänglichen Welt” (ukiyo). Teil 3 präsentiert Bilder von Göttern, Dämonen, Heiligen und Menschen im Stil des Yamato-e, während Teil 4 die Rückbesinnung auf die höfische Kultur der Heian-Zeit  (794-1185) thematisiert. Teil 5 und 6 behandeln die Landschaftsmalerei sowie die aus China übernommene Zen-buddhistische Figurenmalerei, Teil 7 gibt Einblick in die Auseinandersetzung mit westlichen Darstellungsmethoden.

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