Leichte Sommerkost – wie ein Zitronensorbet! Der Kinofilm ”Kusswechsel – Kein Vorspiel ohne Nachspiel“

Von Homeira Heidary

Eigentlich ist das Thema zur Genüge bedient: Frauen sind anders. Männer aber auch. Diese Komödie zeigt einmal mehr, dass es noch zahlreiche Varianten gibt, dieses Rätsel mit lustigen Geschichten zu beleben.

Vier italienische Paare zeigen in einem verflochtenen Wirrwarr, was so alles möglich ist. Dabei treffen sie die richtigen Töne, wohl überspitzt – aber mit einem Fünkchen Wahrheit.

Valentina (Francesca Inaudi) und Rocco (Salvatore Ficarra) sind auf den ersten Blick ein ungleiches Paar. Sie ist eine Grundschullehrerin, die sich einen erwachsenen Mann an ihrer Seite wünscht und nicht einen „Peter Pan“. Er arbeitet an derselben Grundschule als Hausmeister und tauscht mit den Schülern Sammelbilder von Fußballspielern und verbringt einen Großteil seiner Freizeit damit in einer Amateur-Band die Beatles zu imitieren. Dieser Lebenswandel findet wenig Anklang bei seiner Freundin. Rocco besteht darauf, dass es völlig legitim sei, selbst in seinem Alter solch ein Verhalten an den Tag zu legen. Soviel sei gesagt: Das Tauziehen zwischen den so verschiedenen Lebensanschauungen eignet sich hervorragend, um sich an den Unterschieden zwischen Mann und Frau auszutoben.

Verstrickungen und andere Geheimnisse

Paola (Nancy Brilli) und Marcello (Claudio Bisio) sind nach langjähriger Ehe getrennt. Sie können sich jedoch nicht völlig voneinander lösen, obwohl Paola einen neuen Partner hat. Zum einen haben die beiden zwei gemeinsame Kinder und zum anderen spielen sie zweimal jährlich der Mutter von Marcello eine heile Welt vor. Das ganze Theater kommt der Familie unbewusst entgegen, denn die alte Liebe ist noch nicht passé. Sehr zur Freude der Schwiegermama.

Diana (Serena Autieri) und Michele (Valentino Picone) sind in einer ähnlich verzwickten Lage wie Valentina und Rocco. Michele ist auch Bandmitglied und leidenschaftlicher Beatles-Fan. Nach außen präsentiert er sich als wahrer Mann, zuhause ist er ein Duckmäuschen und spielt seiner Frau den hartarbeitenden Mann vor. In Wahrheit verbringt er seine Freizeit mit Bandproben. Diana nimmt ihm seine Geschichten ab, bis sich Rocco bei ihnen einnistet, weil Valentina ihn rausgeschmissen hat. Der Moment des bösen Erwachens ist nicht mehr weit…

 

Im siebten Himmel nach Unfall

Anna (Luciana Littizzetto) und Piero (Emilio Solfrizzi) beanspruchen die Lachmuskeln ganz besonders. Vielleicht weil sie der Realität am nächsten sind. Nach 20 Jahren Ehe haben sie sich nicht mehr viel zu sagen. Von einem liebevollen Umgang weit entfernt, herrscht eher ein harscher Ton zwischen ihnen. Piero ist der Archetyp eines Machos: Seine Frau ist zum Putzen, Kochen und Erziehen da. Seine wahre Liebe ist der Juventus Turin. Seine sexuellen Bedürfnisse befriedigt eine Geliebte. Seine Abende verbringt er in seiner Stammkneipe. Kein Spiel wird verpasst. Seine Frau ist das genaue Gegenteil: Kultiviert, gebildet und treu. Als Piero nach einem Unfall sein Gedächtnis verliert, ist seine Frau im siebten Himmel, denn jetzt kann sie sich einen Mann nach ihrem Gusto backen. Dem nichtsahnenden und gutgläubigen Piero wird beigebracht, dass er ein passionierter Leser französischer Literatur ist, gern in die Oper geht und die Küche sein Revier ist. Anna ist begeistert von ihrem Werk bis sie merkt, dass sie den alten Piero auch geliebt hat.

Obwohl vermeintlich italienische Stereotype gezeigt werden, findet sich fast jeder in überspitzter Form wieder. Leichte Sommerkost – wie ein Zitronensorbet!

 

Verlosung: Gazelle verlost anlässlich zum Kinostart (09.06.11) ein Filmpaket mit Beautyprodukten von Weleda. Der fruchtig-frische Duft nach südlichen Citrusfrüchten mit reichhaltigem Sanddornöl unterstützt die Hautfunktionen und sorgt für gute Laune sowie 1×2 Kinokarten.

Einfach Name und Adresse bis zum 10.06. an info@gazelle-magazin.de schicken. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

 

Ein Film von Fausto Brizzi
mit Claudio Bisio, Nancy Brilli, Luciana Littizzetto, Francesca Inaudi, Emilio Solfrizzi, Giuseppe Cederna und Ficarra und Picone
113 Min.