Waries Diries Wüstenblume ab dem 24. September im Kino

Wüstenblume

Wüstenblume

Von Fatma Bulut

Waris Diries „Wüstenblume“ ist nichts für zarte Gemüter. Mit zahlreichen somalischen Frauen teilt sie eine traurige und frauenverachtende Tradition, der ihren Willen zum Leben und Kämpfen dennoch nicht gebremst hat. Ab dem 24. September startet die Verfilmung ihres Bestsellers in den deutschen Kinos. Fatma Bulut hat für Sie einmal das Buch gelesen.


Als kleines Kind musste sie sich einer Genitalverstümmelung unterziehen. Man erklärte ihr, dass sie durch diesen Eingriff zu einer Frau wird. Obwohl die Qualen und der Schock dieser schrecklichen Tat an ihr hafteten, nahm sie ihn hin. Wie ihre Mutter und Schwester vor ihr.

Da ihr Vater sie an einen alten Mann als Ehefrau verkauft, sieht sie ihre einzige Möglichkeit in der Flucht. Mit zwölf Jahren begibt sie sich alleine auf die Reise in die Fremde und verlässt ihre Familie. Nach tagelangen Wanderungen durch die Wüste, erreicht sie die Stadt Mogadishu. Ab diesem Moment nehmen die schicksalhaften Wendungen in Waris‘ Leben seinen Gang.

Ein Leben voller Gegensätze

Eindrucksvoll schildert Waris Dirie in ihrer Autobiographie einerseits ihr Leben als ein Kind einer Nomadenfamilie in der Wüste Somalias und andererseits ihr Leben als ein erfolgreiches und internationales Model in den Metropolen der Welt.

Sie beginnt mit der Schlüsselszene ihres Lebens in der sie während ihrer Flucht in der Wüste plötzlich einem Löwen gegenübersteht und glaubt, dass dies nun ihr Ende sei. Doch in dem Moment, wo der Löwe sie gehen lässt, ist Waris sich sicher, dass der Schöpfer Allah, der immer ihr „bester Freund gewesen war, für sie etwas anderes im Sinn hat“. Was das genau sein sollte, wusste Waris nicht, bis sie nach der Geburt ihres Sohnes merkte, dass sie im Vergleich zu den Frauen in ihrer Heimat Somalia Glück hat. Das harte Leben als Nomadin in der Wüste und die Probleme, die die Beschneidung mit sich bringen, ob während der Menstruation oder einer Schwangerschaft, sind für die meisten Frauen in Afrika lebensgefährlich.

So macht sie es sich zur Lebensaufgabe gegen die Genitalverstümmelung und somit gegen das Verbrechen an Mädchen zu kämpfen.

Waris beschließt mit ihrem Geheimnis an die Öffentlichkeit zu gehen und den Menschen über das schreckliche traditionelle Ritual der Genitalverstümmelung zu berichten.

Ihr Buch „Wüstenblume“, was die deutsche Übersetzung von „Waris“ ist, wurde ein Bestseller und bewegte international Millionen von Leserinnen und Leser.

Waris nutzt ihre Popularität, um die Aufmerksamkeit auf die Mädchen und Frauen zu lenken, die wie sie seit ihrer Beschneidung mit gesundheitlichen und psychischen Problemen zu kämpfen haben. „Jemand muss für das kleine, stumme Mädchen die Stimme erheben.“

 

Waris Einsatz gegen die Genitalverstümmelung

Nach jahrelanger Arbeit als UN-Sonderbotschafterin gegen Beschneidung gründet Waris die „Waris Dirie Foundation“, um das Thema Genitalverstümmelung nicht in Vergessenheit geraten zu lassen und den Opfern nachhaltig zu helfen. Mindestens 150 Millionen Frauen wurden bereits Opfer dieses Verbrechens. Noch heute werden jährlich mindestens 3 Millionen Mädchen in Afrika, Asien und aber auch in den westlichen Ländern genital verstümmelt.

Mit ihrer Biografie gibt sie den Frauen eine Stimme, die uns sonst nicht erreichen.

 

Anlässlich des Kinostarts am 24. September verlost Gazelle 3×2 Kinokarten und 4 Taschenbücher von Wüstenblume.

Wer gewinnen möchte schickt uns bitte bis zum 05.Oktober 2009 eine Email mit seiner vollständigen Adresse und Namen an gewinn@gazelle-magazin.de Betreff: Wüstenblume. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Glück!