Bondage-Stil trifft goldene Leggings

Von Sarah Khayati

Bereits zum vierten Mal zeigte sich ganz Berlin in den vergangenen Tagen im Fieber der Mercedes-Benz Fashionweek.
In den Zelten am Bebelplatz präsentierten neben altbekannten Designern wie Michalsky, Strenesse und Boss Black unter anderem auch Labels wie C. Neeon, Scherer Gonzalez und Felder-Felder ihre Kollektionen für den kommenden Winter 2009/2010.

Bereits zum vierten Mal zeigte sich ganz Berlin in den vergangenen Tagen im “Mercedes-Benz-Fashionweek”-Fieber.

In den Zelten am Bebelplatz präsentierten neben altbekannten Designern wie Michalsky, Strenesse und Boss Black unter anderem auch Labels wie C.Neeon, Scherer Gonzalez und Felder-Felder ihre Kollektionen für den kommenden Winter 2009/2010.

 

Lala Berlin

Lala Berlin

 

Der Vorjahresgewinner des “Karstadt New Generation Awards” Marcel Ostertag begeisterte erneut mit seinen vornehmlich in schwarz, blau, braun und lila gehaltenen Entwürfen im Bondage-Stil, sowie goldenen Leggings und beeindruckend drapierten Varianten des “kleinen Schwarzen”.

Abgelöst wurde der Award in diesem Jahr vom Projekt “Designer for Tomorrow” – einer von Peek & Cloppenburg gesponserten Auszeichnung vielversprechender Newcomer. Die von avantgardistischen Strickentwürfen geprägte “Living Rooms” Kollektion von Julia Knüpfer überzeugte die Jury, genauso wie das Design von Joel Horwitz.

Ebenfalls mit Spannung erwartet wurde das Defilee des Labels lala Berlin: Fließende Satinkleider in Kombination mit schwerem Strick, schmale Lederhosen, weite löchrige Pullover im Grunge-Look und mit Kristallen verzierte Blazer im 80ies Stil machten die “Wild West Trapper”-Show der gebürtigen Iranerin Leyla Piedayesh zum einem Highlight der gesamten Modewoche.

Kaviar Gauche bot die vielleicht am meisten überraschende Show, hatte sich der Großteil der Zuschauer doch auf gewohnt traumhafte Abendroben und Kleider eingestellt. Letztendlich gezeigt wurde jedoch ausschließlich die von der klassischen Lamellabag geprägte Accessoireslinie an ansonsten kaum bekleideten Models mit langen Extensions vor einschlägigen Körperteilen.

Die musikalische Untermalung, das optimale Casting, und die Aufmachung der Models boten allerdings beste Unterhaltung und trösteten über den Verzicht auf die Präsentation der gesamten Herbst/Winterkollektion erfolgreich hinweg.

Auch dieses Mal wurde das Treiben am Bebelplatz von diversen Projekten und Ausstellungen wie dem Temporary Showroom, der projectgallery und The Hunter Berlin begleitet; viele Boutiquen und Kaufhäuser, wie die Galeria Kaufhof am Alexanderplatz und der Konk Store zeigten Retrospektiven von Designern wie Esther Perbandt, von Wedel&Tiedeken oder Opening Ceremony.

Trotz der beständigen und nicht immer ungerechtfertigten Kritik an der Umsetzung und mangelnden Internationalität der Fashionweek lässt sich der Erlebnisfaktor der vergangenen Tage nur als hoch bezeichnen.

Mode-Interessierte blicken voller Erwartung und Vorfreude auf die kommende Saison und die beständige Entwicklung Berlins zur konkurrenzfähigen Modemetropole.

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