Fashion Week 2011 – Hannes Kettritz und die futuristische Ästhetik

 

„Die Mode von Hannes Kettritz beschreibt sich durch eine futuristische Ästhetik, welche durch interessante Details, Drapierungen und unkonventionelle Schnitttechniken geprägt ist.“ Die Homepage des Jungdesigners fasst seine Philosophie treffend zusammen. Kettritz hat sein Label erst in diesem Februar nach dem Abschluss an der HTW-Berlin gegründet und sich damit für einen wirklich hart umkämpften Markt entschieden. Wir würden allerdings sagen: Es sieht gut aus! Gleich seine erste Menswear-Kollektion wurde heute auf der Fashion Week gezeigt. Dabei haben sich Hannes und sein Team gegen einen typischen Runway und für eine Studioinstallation entschieden. Die Models wandelten auf einer Lichtung zwischen Bäumen, um dann vor den Zuschauern posierend genauer ins Auge gefasst zu werden. Gedeckte Farben, Hemden mit asymmetrisch und wasserfallartig drapierten Schnitten und kurze Hosen dominierten die Looks. Karomuster erinnerten – wenn auch minimalistisch eingesetzt – an eine Art moderne Version von Highland-Ästhetik. Der cleane Schick gefiel und ist sowohl inspirierend als für Männer gut im Alltag um- und einsetzbar. Schade war allerdings, dass – wie schon bei der Präsentation von Vladimir Karaleev – der fehlende Runway, und damit eine fließende Abfolge der einzelnen Looks, ein wirkliches Gesamtbild von der Kollektion relativ schwer machte. Ein zusammenhängender Eindruck wurde zwischen fotografierendem und smalltalkendem Publikum zur echten Herausforderung.

Sarah Khayati

Hannes Kettritz Model