Mushin Omurca – „Türkenhimmel“

Muhsin O. (c) Screenshot Webseite

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Von Sunya Baaroun

Scharfsinnig, hochgradig amüsant, authentisch und herzlich: Das ist Mushin Omurca. Sein neues Werk „Türkenhimmel“ feierte während der deutsch- türkischen Comedy Woche in Essen seine Deutschlandpremiere.

Der Spiegel, so Omurca, habe mit einer seiner letzten Ausgaben etwas ganz Entscheidendes zum Weltverständnis beigetragen: Hier wurde erklärt, dass neuesten Bibelforschungen zufolge das Paradies sich zu Zeiten Adams und Evas in der Türkei befunden hätte. Demnach waren Adam und Eva quasi Prototürken. Deshalb auch Adam und Eva und nicht Eva und Adam. Somit wären alle Gretchenfragen des menschlichen Daseins, die da lauten: „Wo komme ich her? Wo gehe ich hin? Wer bin ich?“  beantwortet. Es sei ganz einfach, so Omurca weiter. Man komme aus der Türkei und wird auch dorthin zurückkehren. Und logischerweise ist man Türke – wie jeder andere Mensch auch, was denn sonst? Sowieso gäbe es zahlreiche weitere Indizien für die These der Wissenschaftler. Ein Europäer beispielsweise hätte sich an die Regeln des lieben Gottes gehalten und niemals von dem verbotenen Apfel gekostet. Nicht aber Adam und Eva, die ja nun Türken waren. Verboten nämlich würde bei den Türken stets eine Art Trotzreaktion folgen. So auch hier. Man sei halt ein ewig pubertierendes Volk. Aber zurück zu den Beweisen dafür, dass es sich bei Adam und Eva um Türken handelte: Nachdem der Apfel nicht mehr am Baume hing, wurden die Beiden logischerweise ABGESCHOBEN. Also ein weiteres Indiz. Und so deckt Omurca sämtliche Eigenarten und Kuriositäten des türkischen Volkes auf. Doch auch die Deutschen kommen nicht zu kurz. Geschickt weiß er ebenso diese auf die Schüppe zu nehmen.

 

Omurcas „Türkenhimmel“ grenzt an Genialität und macht Omurca ganz sicher zu einem scharfen Konkurrenten für den allseits bekannten Kaya Yanar.

www.omurca.de